Durch einen starken Tagestourismus wurden die Parkplätze knapp

Lüneburger Heide GmbH: Positives Fazit nach der diesjährigen Hochsaison

Durch einen starken Tagestourismus wurden die Parkplätze knapp

Ein positives Fazit nach der diesjährigen Hochsaison zieht die Lüneburger Heide GmbH, die Tourismusgesellschaft der Region. „Im Juli und August war zeitweise kein Bett mehr in der Heide zu bekommen“, freut sich Geschäftsführer Ulrich von dem Bruch. Nachdem fast das gesamte erste Halbjahr dem Lockdown zum Opfer gefallen sei, „konnten die Betriebe in der Hochsaison viele Gäste begrüßen.“

Allerdings seien Buchungen sehr kurzfristig erfolgt, so der Geschäftsführer, im Durchschnitt sechs Wochen vor dem Anreisetermin. Das habe viel Flexibilität von Betrieben und Marketingexperten verlangt. „Wir haben die Marketingmaßnahmen immer nur sehr kurzfristig entschieden, um jeden aktuellen Trend zu erwischen“, erklärt von dem Bruch. Dies habe offensichtlich zum Erfolg geführt, „denn allein im Juli stiegen die Übernachtungen um fast zehn Prozent an.“

Erfreulich sei zudem, berichtet von dem Bruch weiter, dass erneut viele junge Gäste die Heideregion besucht hätten, „die Altersgruppe zwischen 24 und 35 Jahren lag in den Sommerferien auf Platz 1. Das ist eine positive Entwicklung, die wir auch schon in den vergangenen beiden Jahren beobachten konnten.“ Die Marketingmaßnahmen seien darauf abgestimmt worden. Erfreulich sei aber auch, dass in der Heideblüte die älteren Gäste, die im vergangenen Jahr noch pausiert hätten, teilweise zurückgekommen seien.

„Einige Betriebe haben uns berichtet, dass bis zu 80 Prozent ihrer Gäste geimpft waren“, freut sich der Geschäftsführer. Insgesamt seien die Regeln gut eingehalten worden und man habe wenig Probleme verzeichnet. Die Gäste hätten weiterhin verstärkt Angebote in der freien Natur gesucht. Zum starken Übernachtungstourismus sei auch eine deutliche Steigerung bei den Tagesgästen hinzugekommen. „Wir hatten noch nie so viele Parkplatzprobleme“, so von dem Bruch weiter. An den Wochenenden sei die Heide fast aus den Nähten geplatzt. Besonders viele Einheimische hätten das Angebot ebenfalls genutzt. „In der Natur hat sich das dann gut verteilt, aber die Parkflächen müssen wir jetzt ausbauen“. Gespräche dazu liefen bereits.

Insgesamt zieht die Lüneburger Heide GmbH ein positives Fazit für die Hochsaison. Die Marketingstrategie, auf die Weite der Heide zu setzen, sei „sehr erfolgreich“ gewesen. Die Gästezahlen seien angestiegen, der Tagestourismus boome. „Die vielen Gäste, mit denen ich gesprochen habe, waren alle sehr zufrieden mit unserem Angebot“, freut sich der Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH über die gute Resonanz der Urlauber. Allerdings weist er darauf hin, dass man durch den langen Lockdown noch lange nicht die Einnahmen des Jahres 2019 in den Betrieben erreicht habe und die finanzielle Lage angespannt bleibe. Auch das Problem der fehlenden Arbeitskräfte sei weiterhin existent: „Wir sind auf dem richtigen Weg, aber er ist noch lang.“

Nach der Hochsaison bereitet sich die Tourismusgesellschaft nun auf den Wanderherbst vor. Die Laubverfärbung, gepaart mit den richtigen Wanderwegen, sei ein weiterer Höhepunkt im Jahr der Heide.

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