Die DB-Tochter Regionalverkehre Start Deutschland soll in diesem Jahr als eigenständige Marke komplett vom Markt verschwinden und in die DB Regio AG überführt werden. Die entsprechenden Gespräche sind jetzt zu einem erfolgreichen Ende gelangt: Der Vorstand der DB Regio beschloss vor Kurzem die Auflösung von Start und die Re-Integration in den Mutterkonzern bis zum 1. August. Dann wird Start endgültig Geschichte sein.
Eine Bahnsprecherin hatte in Aussicht gestellt, dass die Re-Integration in den DB-Mutterkonzern „die betrieblichen Verkehre stabiler, wirtschaftlicher und zukunftsfähiger“ machen werde. Auch die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) und der Fahrgastverband Pro Bahn zeigten sich erleichtert über das Ende der glücklosen Eisenbahngesellschaft, die es insbesondere als Start Niedersachsen Mitte auf den Strecken des Heidekreuzes und der Weser-Lammetalbahn nie geschafft hat, den Verkehrsvertrag mit dem Land Niedersachsen dauerhaft verlässlich zu erfüllen.
Von der Auflösung betroffen sind neben dem kombinierten Dieselnetz Niedersachsen-Mitte auch das RMV-Taunusnetz, das Netz Unterelbe sowie das Netz Mitteldeutschland. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden übernommen. Für die Fahrgäste und den Fahrplan ändert sich durch die Umstrukturierung zunächst nichts – die Züge werden nur nach und nach ausgetauscht und sehen künftig optisch anders aus. Die größeren Personal-, Werkstatt- und Fahrzeugverfügbarkeiten der DB Regio sollten sich aber nach einer gewissen Umstellungsphase positiv im täglichen Ablauf bemerkbar machen, prognostiziert Pro-Bahn-Landesvorsitzender Malte Diehl.