Entsetzen in der Tourismusbranche: „Wir werden vor Gericht ziehen“

Ulrich von dem Bruch, Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH: „Die Diskriminierung unserer Branche hält an“

Entsetzen in der Tourismusbranche: „Wir werden vor Gericht ziehen“

Den gesamten gestrigen Sonntag warteten die Touristiker in Niedersachsen auf die neue Verordnung der Landesregierung, die schon wenige Stunden später in Kraft treten sollte. Erst gegen 20 Uhr veröffentlichte die Landesregierung die neue und ab 31. Mai gültige Verordnung - und das Entsetzen in der Tourismusbranche war groß.

„Entgegen des vom Kabinett am 10. Mai 2021 verabschiedeten ‚Stufenplans 2.0‘ verschärfte die Landesregierung die Regeln für den Tourismus erneut und ohne Absprache“, kritisiert Ulrich von dem Bruch, Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH. Sei im Stufenplan in der Inzidenzstufe 1 (10 bis 35) nur ein Hygienekonzept für die Übernachtungsbetriebe vorgesehen gewesen, müssten sich jetzt plötzlich wieder alle Gäste testen lassen - einmal bei Ankunft und zwei weitere Male je Aufenthaltswoche, so wie in allen anderen hohen Inzidenzstufen auch.

„Ich war erst sprachlos und konnte es nicht glauben, wir hatten der Landesregierung vertraut, dass der verabschiedete Stufenplan auch umgesetzt wird“, ärgert sich von dem Bruch, „in keiner Branche gibt es in dieser Stufe eine Testpflicht, nur in der Beherbergung.“

Die Lüneburger Heide habe Inzidenzen zwischen 7 und 17, so der Tourismuschef, die Testpflicht habe massive, negative Auswirkungen auf das Geschäft: „Während in Museen, Gastronomie, oder Einzelhandel keine Testpflicht in der Stufe 1 existiert, wird sie im Tourismus neu eingeführt. Die Diskriminierung unserer Branche hält an. Konstruktive Gespräche sind hier wohl nicht mehr möglich, wir werden vor Gericht ziehen“, kündigt von dem Bruch an.

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