„Es geht auch um die Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler“

„Tippen tötet“: Polizei im Heidekreis macht in Zusammenarbeit mit drei Verkehrswachten sowie den Schulleitungen der BBS in Walsrode und Soltau auf Kampagne aufmerksam

„Es geht auch um die Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler“

Seit 2005 steht alljährlich am dritten Samstag im Juni der vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) initiierte, bundesweite „Tag der Verkehrssicherheit“ auf dem Plan. Rund um diesen Tag, der in diesem Jahr am 19. Juni stattfindet, machen unterschiedlichen Träger der Verkehrssicherheitsarbeit mit Präventionsaktionen auf viele Themen rund um den Straßenverkehr aufmerksam. Die Polizei im Heidekreis macht in Zusammenarbeit mit den drei Verkehrswachten aus Munster, Soltau und Walsrode sowie dem Leiter beziehungsweise der Leiterin der Berufsbildenden Schulen in Walsrode und Soltau auf die Kampagne „Tippen tötet“ aufmerksam.

Dazu wurden in den Parklatzbereichen der beiden Berufsschulen im Heidekreis aussagekräftige „Tippen tötet“-Banner aufgehängt. Diese sollen insbesondere die jungen Fahranfänger daran erinnern, dass Ablenkung, zum Beispiel durch Nutzung des Handys während der Fahrt, tödliche Folgen haben kann. „Eine gute Aktion, die wir gern unterstützen, da es auch um die Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler geht“, so Gaby Tinnemeier, Leiterin der BBS Soltau. Das sieht Andre Kwiatkowski, Schulleiter der Berufsbildenden Schulen Walsrode, genauso.

Ablenkung im Straßenverkehr durch die Nutzung von Handys oder anderer technische Geräte ist die Ursache vieler Unfälle und wird häufig unterschätzt. Ein zweisekündiger Blick auf das Handy genügt, um bei einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern eine Strecke von 28 Metern im „Blindflug“ zurückzulegen. Doch nicht nur das Handy, sondern auch angeregte Unterhaltung, laute Musik, Zuwendung zu den Kindern oder ein Griff ins Handschuhfach sind Momente der Ablenkung und können fatale Folgen haben. Die Kampagne richtet sind nicht nur an Autofahrer, denn auch Radfahrer und Fußgänger verursachen durch Ablenkung Unfälle oder bringen sich dadurch selbst in Gefahr. Weitere Banner, speziell für Radfahrer und Fußgänger, werden in weiteren Orten im Heidekreis aufgehängt. „Damit möchten wir möglichst viel Aufmerksamkeit auf das Thema lenken“, so Frank Rohleder, Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Heidekreis. Und weiter: „Immer noch sieht man zu viele Auto- und Radfahrer, die ihre Aufmerksamkeit während der Fahrt dem Handy anstatt dem Straßenverkehr widmen. Gerade auf unseren bewaldeten Landstraßen im Heidekreis kann für den Autofahrer der Moment der Unachtsamkeit schnell an einem Straßenbaum enden“, weiß Rohleder, „das Handy kann warten.“

Dabei drohe dem Kraftfahrzeugführer bei Nutzung eines mobilen Endgerätes während der Fahrt ein Bußgeld von 100 Euro, zudem ein Punkt in der Verkehrssünderkartei in Flensburg. Bei einer Gefährdung oder sogar Schädigung anderer Verkehrsteilnehmer steige das Bußgeld auf 150 bis 200 Euro an. Selbst für Radfahrerinnen und Radfahrer sei die Handynutzung verboten. „Da kostet der Spaß 55 Euro. Geld, das man sinnvoller Weise in einen Fahrradhelm investieren sollte“, so Heiko Brunkhorst, Vorsitzender der Verkehrswacht Soltau.

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