„Gutes und gesundes Leben muss wieder bezahlbar werden“ – das war auf den mit Weihnachtsmännern aus Schokolade dekorierten Info-Karten zu lesen, die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter kurz vor Weihnachten auf Straßen und in einigen Betrieben in Schwarmstedt, Schneverdingen, Walsrode und Soltau verteilten.
DGB-Kreisvorsitzender Heinz-Dieter „Charly“ Braun unterstrich die Forderungen der Gewerkschaftsmitglieder: „Statt sich endlich um Preise, Mieten, Kliniken und Klima zu kümmern, Leben und Arbeiten freier von Sorgen zu machen, fallen Regierung und Unternehmerverbänden nur Kürzungen ein, während massenhaft Geld in Hochrüstung gesteckt wird.“ BAU-Gewerkschafter Thomas Dietrich forderte „bezahlbares Wohnen, statt den Achtstundentag anzugreifen“. Und weiter: „Tarifverträge für alle, auch in Pflege, Kliniken, Logistik und Gewerbe, sind existenziell notwendig.“
Renate Gerstel von der Gewerkschaft Verdi sprach sich vehement gegen eine Senkung des Rentenniveaus aus und betonte, dass es „kein Börsenzocken mit Sozialversicherungsgeldern“ geben dürfe. Vielmehr gelte es, dafür zu sorgen, dass auch „die Superreichen“ Steuern zahlen müssten.
Statt „Pflegegrade zu streichen und Kliniken noch schlechter zu finanzieren“, verlangte Uschi Bock (GEW) „keine Kürzungen bei Kranken und mehr Geld für Bildung, Teilhabe, ÖPNV auf dem Lande und prima Klima.“
Auf dem Gewerkschaftsflyer stand eine klare Botschaft: „Es reicht, denn es reicht nicht für immer mehr Menschen. Sozialabbau gefährdet Demokratie und hilft Nazi-Demagogen.“