„Fahrzeugsituation aktuell angespannt“

Einschränkungen im Bahnverkehr: „Start Niedersachsen Mitte“ beschließt weiteres Maßnahmenpaket, um die derzeitige geringe Fahrzeugverfügbarkeit auf den Linien RB 37 und 38 zum Schulbeginn zu kompensieren

„Fahrzeugsituation aktuell angespannt“

„Start Niedersachsen Mitte“, die Bahngesellschaft, welche die Linien des ehemaligen „Erixx“ betriebt, hat ein weiteres Maßnahmenpaket beschlossen, um die derzeitige geringe Fahrzeugverfügbarkeit auf den Linien RB 37 und 38 zum Schulbeginn zu kompensieren - darüber informiert das Unternehmen jetzt in einer Mitteilung.

„Die Fahrzeugsituation ist aktuell angespannt, weil unter anderem viele wichtige Ersatzteile für unsere Fahrzeuge derzeit am Markt nicht verfügbar sind oder die Lieferung mit langen Wartezeiten verbunden ist“, erklärt Mathias Hoff, Leiter von „Start Niedersachsen Mitte“. „Zudem macht Corona auch in unserer Werkstatt nicht halt, sodass wir viele krankheitsbedingte Ausfälle zu verzeichnen haben. Wir nutzen aktuell alle verfügbaren Werkstattkapazitäten, nichtsdestotrotz steht derzeit eine hohe Anzahl an Fahrzeugen nicht für den Fahrbetrieb zur Verfügung. Daher können wir viele Fahrten leider nur in geringerer Traktion bedienen.“ Aus diesem Grund habe „Start“ ein Maßnahmenpaket entwickelt, um überfüllte Züge und Ausfälle aufgrund der aktuell eingeschränkten Fahrzeugverfügbarkeit so gering wie möglich zu halten und um planbare Verbindungen anzubieten: So werden bei Bedarf zusätzlich Busse eingesetzt, auf die die Kräfte vor Ort verweisen werden. „Die Maßnahmen gelten bis auf weiteres“, so „Start“. Das Unternehmen werde rechtzeitig informieren, wenn diese Maßnahme nicht mehr angewandt werden sollten.

Und weiter: „Nach wie vor gilt auf der RB 37 ein Ersatzfahrplan, aufgrund von Baumaßnahmen. Um mehr Fahrzeuge für die Strecken mit höherem Fahrgastaufkommen zu haben, fallen morgens die Fahrten um 5.32 Uhr ab Soltau bis Langwedel sowie um 6.27 Uhr ab Uelzen beziehungsweise 7.23 ab Soltau bis Langwedel aus. Auch die Fahrt um 8.25 Uhr ab Langwedel entfällt.“ Am Nachmittag betreffe es die Fahrten um 14.25 Uhr, 16.25 Uhr sowie 18.25 Uhr ab Langwedel in Richtung Soltau/Uelzen sowie die Fahrt 15.20 Uhr ab Soltau in Richtung Langwedel. Ein Busersatzverkehr werde derzeit organisiert, könne zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht garantiert werden. Sollte ein Ersatz eingerichtet werden, könne dies in den Reiseauskunftsmedien entnommen werden, so das Unternehmen.

Die Maßnahmen für RB 38: „Morgens wird ein zusätzlicher Bus ab Schwarmstedt mit Abfahrt 6.56 Uhr bereitgestellt, der alle Unterwegshalte bis Walsrode bedient. Ebenso wird es einen Zusatzbus ab Bad Fallingbostel mit der Abfahrtszeit 7.10 Uhr bis Walsrode geben. Auch am Nachmittag wird es einen zusätzlichen Bus ab Walsrode, Abfahrt um 13.40 Uhr bis Bad Fallingbostel geben“, informiert „Start“.

Ferner heißt es in der Mitteilung, dass es keine Fahrten zwischen Buchholz und Hamburg-Harburg am Wochenende geben werde: „Um mehr Fahrzeuge zur Verfügung zu haben, werden wir an den Wochenenden vorerst nicht mehr zwischen Buchholz und Hamburg-Harburg fahren. Als Ersatz kann der Metronom ab beziehungsweise bis Buchholz genutzt werden“, so die Bahngesellschaft. Die hofft auf Verständnis: „Wir entschuldigen uns für die bereits entstandenen und den noch zu erwartenden Unannehmlichkeiten. Auch wir haben uns den Betrieb in den ersten acht Monaten anders erhofft. Doch das ändert nichts an unserer Motivation: Wir wollen unser Versprechen aus dem Dezember einhalten und die Menschen wieder zuverlässig und bequem ans Ziel bringen. Dafür arbeiten wir jeden Tag mit Hochdruck“, so Mathias Hoff.

„Start“ bittet die Fahrgäste zudem darum, sich vor Fahrtantritt in den digitalen Reiseauskuntsmedien, wie beispielsweise im Livefahrplan auf www.start-ni-mitte.de, auf www.bahn.de oder in der App DB Fahrplaner über mögliche Änderungen zu informieren.

Logo