„Fehlende Konjunkturimpulse“ | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Arbeitslosigkeit im Heidekreis im April erneut rückläufig, doch Zahl in den Landkreisen Harburg und Uelzen leicht gestiegen

„Fehlende Konjunkturimpulse“

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Lüneburger Heide (Landkreis Heidekreis, Landkreis Harburg, Landkreis Lüchow-Dannenberg, Landkreis Lüneburg, Landkreis Uelzen, Landkreis Celle) ist Arbeitslosigkeit im April gesunken: „29.146 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 241 Personen (0,8 Prozent) weniger als im März, aber 588 Personen beziehungsweise 2,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,9 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 5,8 Prozent“, heißt es in der Mitteilung der Agentur für Arbeit Lüneburger Heide. In der finden sich bei der Aufschlüsselung der einzelnen Gebiete: Demnach ist auch im Heidekreis die Zahl der Arbeitslosen im vergangenen Monat erneut rückläufig.

„Die fehlenden Konjunkturimpulse hinterlassen mittlerweile Spuren am Arbeitsmarkt. Zwar konnte die saisonale Entwicklung dies noch ausgleichen und die Arbeitslosigkeit sank, doch während die Arbeitslosenzahl im Bezirk der Agentur für Arbeit Lüneburger Heide rückläufig war, erhöhte sie sich in den Landkreisen Harburg und Uelzen leicht“, ordnet Sven Rodewald, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburger Heide die aktuelle Entwicklung ein.

„Die Arbeitsagenturen und Jobcenter können mit verschiedenen Instrumenten die Aussichten auf eine Beschäftigungsaufnahme verbessern“, so die Mitteilung der Agentur: „Neben Eingliederungszuschüssen, Mobilitätshilfen, Eingliederungsmaßnahmen, wie beispielsweise betriebliche Kurzpraktika, gehören auch Weiterbildungen dazu.“ Seit Jahresbeginn haben die Agenturen für Arbeit laut eigener Aussage in der Lüneburger Heide 1.091 berufliche Weiterbildungen gefördert; ein Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 23 Maßnahmen oder 2,2 Prozent. „Die arbeitsmarktpolitischen Instrumente wirken natürlich einerseits entlastend auf die Arbeitslosenzahl, sind andererseits mit konkreten Chancen verbunden“, hebt Rodewald hervor.

Zu den Zahlen im gesamten Gebiet der Agentur für Arbeit Lüneburger Heide schreibt diese: „Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im April bei 34.665 Personen. Sie sank gegenüber dem Vormonat März (441 Personen beziehungsweise 1,3 Prozent) und erhöhte sich verglichen mit April 2025 (123 Personen beziehungsweise 0,4 Prozent). Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.“

Und weiter: „Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 11.530 Personen (120 Personen weniger als im Vormonat, aber 568 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 17.616 Arbeitslose registriert (121 Personen weniger als im Vormonat, aber 20 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 60 Prozent aller Arbeitslosen betreut.“

Im vergangenen Monat hätten sich laut Agentur insgesamt 5.626 Personen arbeitslos gemeldet, davon seien 2.178 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit gekommen. „5.852 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 2.219 eine Erwerbstätigkeit auf.“

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: „1.458 Stellen wurden im April neu gemeldet (58 weniger als im Vormonat und 714 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Gesundheits- und Sozialwesen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe. Aktuell befanden sich damit 7.517 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur“, berichtet diese.

In der Grundsicherung (Jobcenter) sei die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 522 auf insgesamt 26.446 gesunken: „Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 35.443 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 1.099 Personen weniger als vor einem Jahr. (Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet).“

Die isolierte Betrachtung des Heidekreises ergibt laut den Erhebungen der Agentur für Arbeit Lüneburger Heide folgendes Bild: „Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Heidekreis im April 2026 gesunken. 5.262 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 50 Personen (0,9 Prozent) weniger als im März, aber 79 Personen beziehungsweise 1,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,7 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,6 Prozent.“

Die Unterbeschäftigung habe nach vorläufigen Angaben im April bei 5.997 Personen gelegen, sei gegenüber dem Vormonat März (136 Personen beziehungsweise 2,2 Prozent) gesunken und habe sich verglichen mit April 2025 (116 Personen beziehungsweise 1,9 Prozent) erhöht. Auch hier die Erläuterung der Agentur: „Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.“

Und weitere Zahlen aus dem Heidekreis: „Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.605 Personen (77 Personen weniger als im Vormonat, aber 76 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 3.657 Arbeitslose registriert (27 Personen mehr als im Vormonat und drei Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 70 Prozent aller Arbeitslosen betreut.“

Ferner hätten sich laut Agentur im vergangenen Monat insgesamt 817 Personen arbeitslos gemeldet: „Davon kamen 322 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 872 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 394 eine Erwerbstätigkeit auf.“

In der Grundsicherung (Jobcenter) sei die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 129 auf insgesamt 4.352 gesunken: „Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 5.894 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 248 Personen weniger als vor einem Jahr.“ (Auch hier gelte laut Agentur: Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet.)