Heute ist der letzte Schultag in Niedersachsen und Bremen. „Zu erwarten ist, dass viele bereits am Wochenende die Gelegenheit nutzen werden, um dem Alltag zu entfliehen. Besonders betroffen sind am Freitagnachmittag und Samstagvormittag die Fernstraßen im Norden Deutschlands sowie die Routen in Richtung der Niederlande und der Wintersportgebiete in den Alpen und Mittelgebirgen. Vor allem in den Bereichen der Baustellen kann es zu Staus kommen“, teilt der ADAC mit. Europas größter Automobilclub geht davon aus, dass insbesondere die Sperrung des Elbtunnels am ersten Ferienwochenende für starke Verkehrsbehinderungen, auch auf den empfohlenen Umleitungsstrecken, sorgen wird. Dies liege auch an parallelen Baumaßnahmen im Stadtgebiet Hamburgs und auf Höhe der neuen Elbbrücken am Kreuz Norderelbe.
„Staus und Behinderungen sind unter anderem in den Großräumen Bremen, Hamburg und Osnabrück sowie zwischen Hannover und Hamburg zu erwarten“, heißt es in der Mitteilung.
An folgenden Autobahnabschnitten sei das Risiko für Staus besonders hoch:
A 7 Hannover – Hamburg – Flensburg
Zwischen Hamburg-Heimfeld und Hamburg-Stellingen: Vollsperrung Elbtunnel von Freitag, 20. März, 22 Uhr, bis Montag, 23. März, 5 Uhr
Zwischen Hamburg-Heimfeld und Dreieck Hamburg-Nordwest, Sperrung von Samstag, 21. März, 22 Uhr, bis Montag, 23. März, 5 Uhr, zusätzlich werden die Anschlussstellen Hamburg-Stellingen und Hamburg-Eidelstedt ab 21 Uhr gesperrt – somit ist auch der Tunnel Stellingen von der Sperrung bis Montag, 23. März, 5 Uhr, betroffen.
A 1 Bremen – Osnabrück
Baustelle zwischen Bremen-Hemelingen und Bremen-Arsten: Fahrbahn auf zwei Fahrstreifen verengt
A 2 Hannover – Dortmund
Ausfahrt Hannover-Herrenhausen: gefährliche Situation in der Ausfahrt, Bauarbeiten
A 7 Garlstorf – Horster Dreieck
Deckensanierung (Notfallmaßnahme): Fahrbahn Richtung Hamburg auf einen Fahrstreifen begrenzt
A 7 Hannover – Kassel
Zwischen Hildesheim-Drispenstedt und Raststätte Hildesheimer Börde: Verengung der Fahrbahn auf zwei Fahrstreifen in beide Richtungen
A 27 Bremen – Bremerhaven
Zwischen Hagen und Stotel: Fahrbahn in beiden Richtungen auf einen Fahrstreifen verengt
Zwischen Bremerhaven-Süd und Bremerhaven-Geestemünde: in beiden Richtungen Fahrbahn auf einen Fahrstreifen verengt
A 29 Oldenburg – Wilhelmshaven
Zwischen Varel/Bockhorn und Zetel: Brückenarbeiten, Fahrbahn auf einen Fahrstreifen verengt, Verkehr wird über die Gegenfahrbahn geleitet
Weitere wichtige Baustellen im Raum Hamburg:
A255 Dreieck Hamburg-Norderelbe
Abzweig Veddel, Neue Elbbrücken Richtung Hamburg-Süd, im Dreieck Hamburg-Norderelbe: Brückenarbeiten, Verbindungsfahrbahn Richtung A1 Lübeck
Der ADAC rechnet vor allem zum Ferienstart vom 20. bis 22. März mit viel Verkehr und sehr langen Staus als Folge der Parallelität verschiedener Sperrungen und Baustellen. Hier treffen Reisende auf Pendler und den Schwerverkehr. Daher empfiehlt der ADAC explizit, den Großraum Hamburg an diesem Wochenende großräumig zu umfahren und an den Tagesrandzeiten zu reisen. Zusätzlich wird nahegelegt, vor Fahrantritt einen Blick auf die Verkehrslage zu werfen.
Weitere verkehrsreiche Tage werden voraussichtlich der Gründonnerstag und die Osterfeiertage vom 2. bis 6. April sein.
Kein Rückgang der Verkehrsmengen durch hohe Spritpreise
Die derzeit hohen Kraftstoffpreise erschwerten verlässliche Verkehrsprognosen. Nach Auswertung hauseigener Verkehrsdaten könne der ADAC derzeit jedoch „keinen bedeutenden Rückgang der Verkehrsmengen beobachten. Wer sich trotz hoher Preise auf den Weg macht und die Kosten reduzieren möchte, sollte Preisunterschiede im Tagesverlauf nutzen und insbesondere die teure Morgenphase meiden. Es lohnt sich, Tankstellen gezielt zu vergleichen und stets günstigere Anbieter abseits von Autobahnen anzufahren. Zudem kann durch eine vorausschauende, gleichmäßige Fahrweise Kraftstoff eingespart werden.“
Tipps für eine entspannte Reise
Der ADAC weiter: „Es wird empfohlen, Fahrten möglichst in verkehrsarme Tagesrandzeiten zu legen, um Staus zu vermeiden. Zudem sollten Verkehrsteilnehmende ihre Route im Vorfeld planen und bei Bedarf flexibel an die aktuelle Verkehrslage anpassen. Auch bei guter Vorbereitung lassen sich Verkehrsbehinderungen nicht immer vermeiden. Bei verengten Fahrbahnen oder wegfallenden Spuren ist konsequent das Reißverschlussverfahren anzuwenden. Darüber hinaus sollten die Beschilderung beachtet, die Geschwindigkeit angepasst und ausreichend Abstand gehalten werden. Staus und Unfälle entstehen besonders häufig im Bereich von Baustellen. Daher ist es wichtig, frühzeitig eine Rettungsgasse zu bilden, damit Einsatzkräfte den Unfallort schnell erreichen können. Dabei gilt: Fahrzeuge auf der linken Spur fahren nach links, alle übrigen weichen nach rechts aus.“