„Grabenkämpfe vermeiden“

Kreis-Grüne zur Landratskandidatur von Jens Grote

„Grabenkämpfe vermeiden“

Am 22. Februar dieses Jahres hat Jens Grote angekündigt, bei der Landratswahl am 21. September 2021 gegen den amtierenden Landrat Manfred Ostermann anzutreten. Der Kreisverband der Grünen im Heidekreis unterstützt diese Kandidatur gemeinsam mit CDU, SPD, Bürgerunion Soltau und den Bürgerlisten aus Bad Fallingbostel und Walsrode (HK berichtete).

Ellen Gause, Sprecherin der Grünen im Heidekreis, begründet diese Unterstützung. „Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass der Umweltschutz auf kommunaler Ebene im Heidekreis häufig zu kurz gekommen ist. Oftmals wurden nicht einmal die geltenden gesetzlichen Vorgaben umgesetzt. Die schleppende und ungenügende Umsetzung der FFH-Richtlinie im Aller Leine-Tal oder die Waldrodung und Bodenversiegelung am Schießstand Krelingen, einschließlich dem verantwortungslosen Umgang mit den dort in sehr großen Mengen vorhandenen giftigen Munitionsresten, sind da nur zwei Beispiele“, so Gause.

Und weiter: „Wir haben uns in einem langen Gespräch mit Herrn Grote davon überzeugt, dass er auch für Umweltthemen sensibel ist und freuen uns daher über seine Kandidatur.“ Lennard Lorenzen, ebenfalls Sprecher der Grünen im Heidekreis, ergänzt. „Wir erwarten, dass Herr Grote einen Schwerpunkt seiner Arbeit auch auf Klima- und Artenschutz in unserem Landkreis setzen wird. Gesetzliche Vorgaben müssen endlich umgesetzt werden und auch die Untere Naturschutzbehörde benötigt dringend mehr Unterstützung, sowohl in finanzieller als auch in personeller Hinsicht.“

Wie die Grünen in ihrer Mitteilung betonen, verfüge Jens Grote, geboren 1968 in Hannover, „über weitreichende Erfahrungen sowohl in der Justiz als auch in leitenden Positionen bei verschiedenen niedersächsischen Landesbehörden.“ Derzeit sei er seit 2016 Präsident der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen. Dabei habe er nach eigenen Angaben die Fähigkeit entwickelt, auch widerstreitende Interessen zusammenzubringen und für alle möglichst gewinnbringende Lösungen zu finden. Die Grünen halten diesen Politikansatz „gerade in der aktuellen Situation im Heidekreis für zwingend erforderlich, denn bei allen unterschiedlichen Positionen sollten übergeordnete Ziele nicht aus den Augen verloren und etwaige Konflikte in einer konstruktiven Art und Weise beigelegt werden.“

Dazu Lorenzen: „Wir sehen die Chance, dass Herr Grote die berechtigten Interessen aller Bürgerinnen und Bürger des Heidekreises und die immer dringender werdenden Umweltmaßnahmen gleichermaßen ernstnehmen und fortwährende Grabenkämpfe vermeiden kann, zugunsten einer funktionierenden Umweltpolitik. Für alles andere läuft uns die Zeit davon.“

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