„Handys für Hummel, Biene & Co.“

NABU richtet Sammelstellen für ausgediente Handys und Smartphones ein / Boxen stehen an verschiedenen Standorten im Heidekreis

„Handys für Hummel, Biene & Co.“

Nach Angaben des Digitalverbands Bitkom schlummern bundesweit mehr als 105 Millionen ausgediente Handys und Smartphones ungenutzt in Privathaushalten. Doch statt die Geräte auf Nimmerwiedersehen in der Schublade verschwinden zu lassen, sollten sie besser recycelt werden: Denn Handys bestehen aus etwa 60 verschiedenen Rohstoffen, darunter viele Edelmetalle, deren Abbau im globalen Süden mit der Rodung von Regenwäldern und erheblichen Umweltbelastungen einhergeht. Vor diesem Hintergrund ruft der Naturschutzbund (NABU) zu einer Aktion auf: Unter dem Motto „Handys für Hummel, Biene & Co.“ richtet der NABU Sammelstellen für ausgediente Handys und Smartphones ein. Die Boxen stehen an mehreren Standorten im Heidekreis - unter anderem auch in der Filzwelt in Soltau.

In seiner Mitteilung wirbt der Naturschutzbund Heidekreis dafür, die Rohstoffe aus den ausgedienten Geräten zu nutzen - oder sie nach Möglichkeit sogar wieder in Gebrauch zu nehmen: „Ein fachgerechtes Recycling schont die Ressourcen, trägt zur Reduzierung von Umweltschäden in den Herkunftsländern bei und minimiert außerdem den Verbrauch von Energie, Wasser, giftiger Chemikalien sowie CO2-Emissionen und Abfall. Noch besser fällt die Umweltbilanz aus, wenn Altgeräte repariert, aufbereitet und wiederverwendet werden, denn eine Verlängerung der Nutzungsdauer spart 58 Kilogramm CO2 und 14 Kilogramm Ressourcen.“

Die bundesweite NABU-Sammelaktion „Handys für Hummel, Biene & Co.“ setzt daher vor allem auf die Wiederaufbereitung der Altgeräte, die von dem gemeinnützigen Kooperationspartner Arbeit für Menschen mit Behinderungen GmbH (AfB) vorgenommen wird. „Der jährliche Zuschuss, den der NABU von seinem Partner Telefónica für die Sammlung erhält, erhöht sich mit dem Verkaufserlösen der Second-Hand-Ware in den AfB-Shops und fließt in den NABU-Insektenschutzfond, mit dem Ackerflächen und Wiesen gekauft und als Lebensraum für Insekten gesichert werden. Auch lokale Projekte, wie zum Beispiel die Umwandlung von Ackerrandstreifen in Blühstreifen, die Anlage blühender Wiesen und Weiden oder das Pflanzen von Hecken, werden mit den Fondgeldern gefördert“, so die Mitteilung.

Nachdem der NABU-Heidekreis bereits Ende Juni die erste Sammelstelle im Bioladen „Grüner Mann“ in Schwarmstedt eröffnen konnte, haben sich nun mit „Bettinas Backstübchen“ in Hademstorf, dem Bio-Hofladen „Zwei Eichen“ in Hünzingen und dem Weltladen in der Felto-Filzwelt in Soltau drei weitere Geschäfte bereit erklärt, die auffällig gestalteten Sammelboxen aufzustellen. „Wir freuen uns, dass diese Aktion von den Geschäftsleuten in unserer Region unterstützt wird und hoffen auf eine gute Resonanz in der Bevölkerung“, erklärt Pressesprecherin Dr. Antje Oldenburg und weist darauf hin, dass vor dem Einwerfen alle persönlichen Daten gelöscht und SIM- und Speicherkarten entfernt werden sollten, auch wenn der Datenschutz bei Telefónica durch ein zertifiziertes und fachgerechtes Recycling sichergestellt sei.

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