Gastronomie kann wieder öffnen

Wirtschaftsministerium stellt Hygienekonzept vor

Gastronomie kann wieder öffnen

Ab Montag, den 11. Mai, können Restaurants, Gaststätten, Cafés und Biergärten in Niedersachsen wieder öffnen, ohne Begrenzung der Öffnungszeiten, allerdings mit organisatorischen Einschränkungen. Darauf weist das Wirtschaftsministerium hin. „Als allgemeine Voraussetzung gelten die Regelungen der Niedersächsischen Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona- Virus in ihrer jeweils aktuellen Fassung, insbesondere die jeweils geltenden Kontaktbeschränkungen“, so ein Sprecher des Ministeriums.

Als besondere Regeln für die Gastronomie sind darüber hinaus zu beachten: Es dürfen nur höchstens die Hälfte der vor der Coronabedingten Schließung vorhandenen Sitzplatzkapazitäten im Betrieb gleichzeitig belegt werden. Im Gastraum sind Tische in einem Mindestabstand von zwei Metern anzuordnen.

Die Gäste sind angehalten, zuvor zu reservieren. Als Kontaktdaten für eine Nachverfolgbarkeit müssen Gäste ihren Namen und eine Telefonnummer hinterlassen. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist für das Servicepersonal verpflichtend, nicht allerdings für die Gäste am Tisch.

Es wird ausschließlich am Tisch serviert. In Selbstbedienung können nur fertig konfektionierte Tellergerichte ausgegeben werden. Betreiber und Kunden sind verpflichtet, darauf zu achten, dass jederzeit ein Abstand von 1,50 Metern zwischen Kunden, für die die aktuellen Kontaktbeschränkungen gelten, eingehalten wird. Buffets sind nicht erlaubt, ebenso keine Gegenstände zur gemeinsamen Nutzung auf den Tischen (keine Speisekarten, Gewürzständer, Flyer und ähnliches).

Die Aufteilung im Gastraum ist so vorzunehmen, dass Gäste nicht in Kontakt mit vorgehaltenen Speisen kommen können (zum Beispiel keine Salatinseln in Steakrestaurants, generell keine offenen Küchen). Mit einem Aushang müssen die Gastronomen die Gäste über den betrieblichen Infektionsschutz und das angewendete Hygienekonzept informieren.

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann: „Die am Montag beginnende zweite Lockerungsstufe wird uns einige Freiheiten wiedergeben, sie ist aber auch mit Risiken verbunden. Die Regeln für das Gastgewerbe sollen dazu beitragen, die Corona-Infektionszahlen auf niedrigem Niveau zu halten. Wir sind uns bewusst, dass diese Einschränkungen eine große Herausforderung für das Gastgewerbe darstellen. Daher danke ich insbesondere dem DEHOGA für die konstruktive Unterstützung.“

DEHOGA-Präsident Detlef Schröder hatte am 7. Mai die Handlungsempfehlungen des DEHOGA Niedersachsen für eine Eröffnung von Gastronomie und Hotellerie im Zuge der Corona-Krise vorgestellt, nicht nur angesichts der Öffnung der Gastronomie, sondern ebenfalls, weil die Hotellerie ab dem 25. Mai auch wieder touristische Übernachtungen ermöglichen kann.

„Mit den Handlungsempfehlungen wollen wir der Hotel- und Gaststättenbranche eine Orientierung geben, was beim Wiederanfahren des Geschäftsbetriebes beachtet werden sollte“, so Schröder. „Unsere Handlungsempfehlung muss schematisch bleiben, weil die vielen Besonderheiten der einzelnen Betriebe nicht in einer Handlungsempfehlung dargestellt werden können.“

Da das Gastgewerbe in Niedersachsen insgesamt in die Pflicht genommen sei, seine Betriebsführung so auszurichten, dass Corona-Infektionen von Gästen und Mitarbeitern ausgeschlossen werden können, richteten sich die Handlungsempfehlungen nicht nur an die Mitglieder des Verbandes sondern an alle Gastgewerbetreibenden in Niedersachsen. Die Handlungsempfehlungen stehen zum Download auf der Website des DEHOGA Niedersachsen unter www.dehoga-niedersachsen.de bereit.

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