Neues Kita-Gesetz: Aktion in Hannover

Landtagsanhörung: Delegation aus dem Heidekreis in der Landeshauptstadt

Neues Kita-Gesetz: Aktion in Hannover

Während Vertreterinnen und Vertreter von Kommunal-, Bildungs- und Wohlfahrtsverbänden, der Gewerkschaft Verdi sowie Elternvertretungen ihre Forderungen an ein neues Kita-Gesetz mit dem niedersächsischen Kultusminister und Abgeordneten diskutierten, trafen sich vor dem Landtag in Hannover Erzieherinnen und Erzieher, Eltern sowie Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter zu einer Straßenaktion. Auch aus dem Heidekreis war eine Delegation angereist.

Bei der Anhörung kritisierten alle Gruppen, dass eine Reform des Kita-Gesetzes nach 28 Jahren überfällig sei. Die pädagogischen und sozialen Anforderungen an Kita-Bildung und Erziehung sei zurecht enorm gestiegen, aber das Land schaffe nicht die notwendigen Rahmenbedingungen. Nicht einmal das Recht auf Inklusion gelte für drei- bis sechsjährige Kinder. Die von Trägern, Eltern, Kita-Personal und Gewerkschaften geforderte dritte Gruppenfachkraft habe Kultusminister Tonne jedoch noch nicht zugesagt.

Vor dem Landtag wiesen derweil Betroffene im Zuge ihrer Aktion auf die Schieflage „zwischen pädagogischen Notwendigkeiten und mangelhaften Möglichkeiten“ hin. Gewerkschafter Heinz-Dieter „Charly“ Braun betonte in seiner Rede, dass Eltern und Kita-Personal für die notwendigen Reformen einstünden. Bereits vor 20 Jahren habe eine Million Menschen mit ihrem Volksbegehren eine Verschlechterung des Kita-Gesetzes wieder rückgängig gemacht, unterstrich der damalige Kita-Landeselternsprecher und betonte: „Wer Politik gegen Kinder macht, den bestrafen die Wählerinnen und Wähler.“

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