Positionspapier: Naturparke wollen „Niedersächsischen Weg“ mitgehen

Land sagt Fortsetzung der jährlichen Naturparkförderung zu

Positionspapier: Naturparke wollen „Niedersächsischen Weg“ mitgehen

Mehr Natur- und Artenschutz, mehr Biodiversität und sorgsamer Umgang mit der Ressource Landschaft. Mit dem „Niedersächsischen Weg“ haben sich Landwirtschaft, Naturschutz und Politik im vergangenen Jahr auf ein Maßnahmenpaket für einen verbesserten Natur-, Arten- und Gewässerschutz geeinigt. Die niedersächsischen Naturparke sind unverzichtbare Partner für die Entwicklung der ländlichen Räume. Sie engagieren sich seit Jahrzehnten für das gute Miteinander von Mensch und Natur. Dieses machten acht Vertreterinnen und Vertreter der 14 niedersächsischen Naturparke jüngst in Holzminden deutlich. „Wir wollen die Umsetzung des niedersächsischen Weges gern unterstützen“, betonte Doreen Juffa, Sprecherin der niedersächsischen Naturparke. Es ist die Kernbotschaft eines Positionspapiers, das die Vertreterinnen und Vertreter im Naturpark Solling-Vogler an den Lenkungskreis des „Niedersächsischen Wegs“ um Umweltminister Olaf Lies und Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast übergeben haben. Mit dabei war auch Hilke Feddersen, Geschäftsführerin des Naturparks Lüneburger Heide. Sie betont: „Wir Naturparke setzen uns seit vielen Jahren - gemeinsam mit vielen Partnerinnen und Partnern vor Ort - für Naturschutz und Landschaftspflege, Vielfalt, Umweltbildung und ein konstruktives Miteinander von Land- und Forstwirtschaft, Naturschutz und Tourismus ein. Eine wichtige Voraussetzung dieser Aufgabe ist die Verstetigung der Landesförderung.“

Die Niedersächsischen Naturparke erhalten seit 2019 vom Land eine Förderung von 100.000 Euro pro Jahr und Naturpark - derzeit befristet bis Ende 2024. „Eine unverzichtbare Anerkennung und Unterstützung unserer Arbeit“, unterstrich Doreen Juffa im Rahmen des Termins. „Um die notwendigen Ressourcen zur erfolgreichen Umsetzung des Niedersächsischen Wegs sowie die großen, vor uns liegenden Herausforderungen, zu sichern, braucht es unbedingt eine Verstetigung der Landesförderung.“

Umweltminister Olaf Lies erklärte dazu: „Die Niedersächsischen Naturparke kennen wir als verlässliche Partner, die in ihren Gebieten in Kooperation mit vielen Beteiligten aus Landwirtschaft, Wirtschaft und Verwaltung Projekte und Maßnahmen begleiten. Es ist nur logisch, dass sie sich auch deutlich beim Niedersächsischen Weg engagieren. Auch in Zukunft wollen wir diese wertvolle Arbeit unterstützen und die Förderung der Parke selbstverständlich weiterführen.“ Die Befristung bis 2024 solle aufgehoben werden.

Insgesamt machen die niedersächsischen Naturparke rund 23 Prozent der Landesfläche aus. Ihre Träger sind in Niedersachsen sehr unterschiedlich organisiert und werden dabei überwiegend durch die kommunale Ebene unterstützt. Viele Naturparke sind als Qualitätsnaturparke des Verbandes Deutscher Naturparke (VDN) anerkannt.

Die Lüneburger Heide ist der älteste, der Hümmling der jüngste, die Wildeshauser Geest der größte und das Bourtanger Moor-Bargerveen der kleinste Naturpark. Der Naturpark Münden liegt ganz im Süden und der Naturpark Elbhöhen-Wendland ganz im Osten des Landes. Das Steinhuder Meer und der Dümmer umgeben die größten Binnengewässer in Niedersachsen, im Naturpark Harz befindet sich der höchste Berg Niedersachsens. Die Südheide, der Elm-Lappwald, das Weserbergland, der Solling-Vogler und der Natur- und Geopark TERRA.vita komplettieren die vierzehn Naturparke in Niedersachsen.

Der Naturpark Lüneburger Heide ist Modellregion für nachhaltige Entwicklung und wird durch einen gemeinnützigen Verein getragen, in dem sich die drei Landkreise Harburg, Heidekreis und Lüneburg sowie alle Kommunen im Städtedreieck Lüneburg, Soltau und Buchholz engagieren. Die Aufgaben des Naturparks Lüneburger Heide reichen von der Förderung von Maßnahmen zur nachhaltigen, naturgebundenen Erholung über die regionale Wertschöpfung bis zur Stärkung der Bildungsarbeit für nachhaltige Entwicklung und Aktionen zur Pflege der Kulturlandschaft.

Mit einem großen Netzwerk aus vielen Partnerinnen und Partnern setzt der Naturpark seine Aufgaben um. Weitere Infos zum Naturpark Lüneburger Heide, seine Aufgaben und Angebote finden Interessierte auf der Internetseite www.naturpark-lueneburger-heide.de.

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