Wolfsmanagement: Zentrale Hotline der Landwirtschaftskammer freigeschaltet

LWK richtet Hotline (0511) 36651500 ein / In der Regel ist das Rissprotokoll der Försterinnen und Förster für den Ausgleich finanzieller Schäden durch Wolfsangriffe ausschlaggebend

Wolfsmanagement: Zentrale Hotline der Landwirtschaftskammer freigeschaltet

Wenn Nutztierhalterinnen und -halter bei einem Nutztierschaden den Verdacht haben, dass ein Wolf beteiligt sein könnte, sollten sie die dazu seit dem gestrigen Dienstag, dem 1. Februar, freigeschaltete Hotline (0511) 36651500 der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) wählen oder sich direkt an die für ihre Region zuständige LWK-Bezirksförsterei wenden. Darauf weist jetzt die LWK Niedersachsen hin. Zu den möglichen Nutztierschäden durch Wolfsangriffe zählten zum Beispiel verschollene, tote und verletzte Tiere sowie der Ausbruch einer Herde.

Seit dem 1. Februar dieses Jahres sind die Bezirksförsterinnen und Bezirksförster der LWK für die Rissbegutachtung zuständig. In der Regel ist das Rissprotokoll der Försterinnen und Förster für den Ausgleich finanzieller Schäden durch Wolfsangriffe ausschlaggebend (HK berichtete).

Was Nutztierhalter beim Fund eines toten oder verletzten Tieres und beim Verdacht eines Wolfsangriffs tun sollten, hat die LWK auf ihrer Internetseite zusammengefasst. Diese Hinweise sind auch über Eingabe der Kurzadresse bit.ly/lwk-rissbegutachtung abrufbar.

Im übergeordneten Menü im Bereich „Forstwirtschaft“ finden Tierhalterinnen und Tierhalter außerdem unter „Nutztierschäden Wolf“ Informationen zur Herdenschutzberatung der LWK sowie zu den Anträgen für Präventionsmaßnahmen wie wolfsabwehrende Zäune sowie für Billigkeitsleistungen (Entschädigungszahlungen nach Wolfsangriffen). „Tierhalterinnen und -halter, die ein getötetes Tier finden und einen Wolf als Verursacher vermuten, sollten den Fundort unbedingt unberührt lassen. Wichtig ist, die Fundstelle so schnell wie möglich gegen weitere Aasfresser abzusichern und eine Kontamination etwa durch Hunde zu vermeiden“, heißt es vonseiten der LWK.

„Für unsere Bezirksförsterinnen und Bezirksförster ist es eine wertvolle Unterstützung, wenn die Betroffenen mit dafür sorgen, dass die Dokumentation des Schadens ungestört ablaufen kann“, erklärt Rudolf Alteheld, Leiter des LWK-Geschäftsbereichs Forstwirtschaft: „Nur so kann eine reibungslose und schnelle Bearbeitung des Falles gewährleistet werden.“

Wer verletzte Tiere findet, sollte zudem den zuständigen Tierarzt oder die zuständige Tierärztin verständigen. Bei einem Ausbruch von Nutztieren, insbesondere bei möglichen Verkehrsgefährdungen, sollten Nutztierhalter unbedingt die Polizei informieren. Die Bezirksförsterinnen und Bezirksförster der LWK nehmen die gemeldeten Fälle vor Ort mit einem standardisierten Verfahren auf und stellen - soweit möglich - anhand aller vorliegenden Informationen den Verursacher fest. Im Anschluss werden die Tierhalterinnen und Tierhalter schriftlich über das Ergebnis informiert.

Lässt das Ergebnis der Rissbegutachtung die Zahlung einer Entschädigung zu, ist dem Bescheid der Kammer bereits ein Antrag auf Gewährung von Billigkeitsleistungen beigefügt.

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