Fusion beschlossen: Aus zwei mach eins | Aktuelle Nachrichten und Informationen

„Rathäuser des Handwerks“ schließen sich zum 1. Januar 2028 zusammen

Fusion beschlossen: Aus zwei mach eins

Aus zwei „Rathäusern des Handwerks“ wird eins: Die bisherige Kreishandwerkerschaft Lüneburger Heide (Landkreise Celle, Heidekreis, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Uelzen) und die Kreishandwerkerschaft des Kreises Harburg haben beschlossen, sich mit Wirkung zum 1. Januar 2028 zur „Kreishandwerkerschaft Lüneburger Heide“ zusammenzuschließen. „Bis zum Zeitpunkt der Fusion werden die Kreishandwerkerschaften kooperieren und ihre Geschäftsprozesse synchronisieren“, heißt es in einer Mitteilung der Kreishandwerkerschaft Lüneburger Heide. Nachdem die Mitgliederversammlung der Kreishandwerkerschaft des Kreises Harburg diesen Beschluss bereits einstimmig am 31. August dieses Jahres gefasst hatte, zogen die Vertreter der hiesigen Kreishandwerkerschaft ebenfalls einstimmig am 21. September nach. Ein entsprechender Fusionsvertrag wurde noch am gleichen Tag unterzeichnet.

Der Sitz der neuen Kreishandwerkerschaft wird in Celle sein. Die bisherigen Geschäftsstellen in Bad Fallingbostel, Lüneburg, Uelzen und Winsen/Luhe bleiben ebenfalls erhalten. Die Wahl zum gemeinsamen Vorstand der Kreishandwerkerschaft steht im Februar kommenden Jahres auf dem Programm. Dem neuen aus 20 Mitgliedern bestehendem Vorstand werden jeweils vier Vertreter aus den Landkreisen Celle, Harburg, Heidekreis, Lüneburg und Uelzen oder Lüchow-Dannenberg angehören, wovon jeweils ein Vertreter zur örtlichen Kreishandwerksmeisterin beziehungsweise Kreishandwerksmeister gewählt wird. Der Vorsitz im Vorstand wechselt zwischen den Kreishandwerksmeistern jährlich.

Als Geschäftsführung wurden der bisherige Geschäftsführer Dr. Rüdiger Jeske und als stellvertretende Geschäftsführerin Claudia Farken-Günther bestätigt. Auslöser der Fusion war, dass die bisherige Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft des Kreises Harburg, Jennifer Smoch, aus persönlichen und familiären Gründen die Kreishandwerkerschaft zum 30. Juni 2027 verlassen wird. Die Geschäfts- und Kassenführung der Kreishandwerkerschaft des Kreises Harburg wurde daher zum 1. Juli kommenden Jahres auf die bisherige Kreishandwerkerschaft Lüneburger Heide übertragen und Jeske bereits ab diesem Zeitpunkt zum Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft des Kreises Harburg gewählt. Zusammenschlüsse sind für die Verantwortlichen der Kreishandwerkerschaft Lüneburger Heide keinesfalls Neuland, ist diese doch bereits aus einem Fusionierungsprozess in den Jahren 2008 bis 2012 entstanden. Bereits zum 1. Januar 2008 wurden die ehemaligen Kreishandwerkerschaften Celle und Soltau-Fallingbostel sozusagen zusammengeschweißt. Ein Jahr später, zum 1. Januar 2009, gab es ein weiteres Zusammenwachsen. Damals gingen die Kreishandwerkerschaften Celle/Soltau-Fallingbostel und Lüneburg in der Kreishandwerkerschaft Lüneburger Heide auf. Sitz der Kreishandwerkerschaft war seitdem Celle, wobei die Geschäftsstellen in Bad Fallingbostel, Celle und Lüneburg erhalten blieben. Die Kreishandwerkerschaft betreute seinerzeit 44 Handwerks-Innungen.

Bereits drei Jahre später, am 1. Januar 2012, wurde das „Schweißgerät“ erneut hervorgeholt, folgte doch die Fusion mit der Kreishandwerkerschaft Uelzen/Lüchow-Dannenberg zur Kreishandwerkerschaft Lüneburger Heide. Von der Kreishandwerkerschaft wurden damals 55 Innungen in den Geschäftsstellen in Celle, Lüneburg, Bad Fallingbostel und Uelzen betreut. „Die Fusion der ehemaligen selbstständigen Kreishandwerkerschaften korrespondierte mit einer Fusionswelle bei den Innungen“, teilt die Kreishandwerkerschaft Lüneburger Heide mit.

In den vergangenen Jahren waren 46 Innungen in der Kreishandwerkerschaft organisiert. Die neue Kreishandwerkerschaft Lüneburger Heide wird künftig in sechs Landkreisen circa 2.300 Innungsbetriebe und 57 Innungen betreuen. „Beide Kreishandwerkerschaften haben in der Vergangenheit bereits eng zusammengearbeitet, sodass eine Fusion nur folgerichtig ist. Da bei allen Vertretern die Erhaltung der regionalen Präsenz und Betreuung im Vordergrund steht, werden die Betriebe weiterhin durch die jeweiligen Geschäftsstellen vor Ort betreut“, heißt es weiter in der Mitteilung. Ziel der Fusion sei es, „die Betreuungsangebote für die Innungsbetriebe zu optimieren und die Effizienz der Verwaltung weiterhin zu steigern, um auch zukünftig günstige Mitgliedsbeiträge den Innungen anbieten zu können“. In Winsen/Luhe werde zudem eine Geschäftsstellenleitung mit einem Volljuristen beziehungsweise einer Volljuristin eingerichtet.