Aus der Lüneburger Heide war das Team „Kleines Hochdruckgebiet“ zur mittlerweile 27. Auflage des Insel-Wettkampfes angereist und überzeugte bei seiner dritten Teilnahme am Helgoland-Marathon in Folge.
Es ist ein Marathon der Extreme auf Deutschlands einziger Hochseeinsel: Die Teilnehmer absolvierten acht Runden über den roten Felsen. Mit 580 Höhenmetern und achtmaliger Bezwingung des steilen „Düsenjägers“ – so wird die steile Rampe vom Unter- zum Oberland genannt. Er hat eine Steigung von bis zu 40 Prozent auf einer Länge von rund 200 Metern. Im Rahmen des Marathons, müssen Läufer diesen Anstieg mehrfach bewältigen, wobei insgesamt etwa 30 Höhenmeter auf dieser Strecke überwunden werden müssen.
Christine von der Brelie, die sonst für den MTV Soltau antritt, startete auf Helgoland traditionell für das „Kleine Hochdruckgebiet“-Team. In einem packenden Finish sicherte sie sich nach 3:42:23 Stunden den dritten Platz der Frauen-Gesamtwertung und 1 Platz ihrer Altersklasse. Damit trennten sie lediglich 13 Sekunden von der Zweitplatzierten Viola Schmieding.
Auf der 5,25 Kilometer langen Mini-Marathon-Strecke zeigten Daniela und Mario Lehmann sowie Olaf Seddig von der Brelie großen Teamgeist: Da zwei der drei Starter verletzungsbedingt gehandicapt waren, legten sie die Distanz walkend zurück. Nach ihrem eigenen „Zieleinwalk“ unterstützten sie Christine von der Brelie an der Strecke und feierten ihren Erfolg im Ziel mit der einer Sektdusche.
Einen besonderen Eindruck hinterließ zum wiederholten Mal der 76-jährige Lutz-Walter Huth. Er nimmt seit der Premiere vor 27 Jahren an jedem Helgoland-Marathon teil und bewältigt die Strecke seit einigen Jahren mit Rollator und Gehhilfen. Seine Frau Gudrun unterstützt ihn jedes Jahr auf der Strecke. Dieses Jahr war Lutz mit seiner Leistung nicht ganz zufrieden, denn er schaffte verletzungsbedingt „nur“ fünf Runden – trotz allem eine beeindruckende Leistung. „Er ist einfach die Helgoland-Marathon-Ikone“, zeigen sich die Läufer aus der Heide beeindruckt Huths Einsatz.