HKK: Zuschuss des Landkreises sinkt voraussichtlich auf sieben Millionen Euro

Erste Tagung der neuen Gesellschafterversammlung der Heidekreis-Klinikum gGmbH

HKK: Zuschuss des Landkreises sinkt voraussichtlich auf sieben Millionen Euro

Auf ihre erste Tagung kann die neue Gesellschafterversammlung der Heidekreis-Klinikum gGmbH zurückblicken, die am vergangenen Freitag, dem 10. Dezember, in den Abendstunden zusammenkam. In der nicht öffentlichen Sitzung stellte Dr. Achim Rogge, Geschäftsführer des Heidekreis-Klinikums, unter anderem den Wirtschaftsplan 2022 vor. Dieser wurde, wie das Heidekreis-Klinikum (HKK) nach der Tagung mitteilte, auf Basis der Ergebnisse Januar bis Oktober 2021 hochgerechnet. Zudem seien weitere Faktoren, so zum Beispiel voraussichtliche Kosten- und Erlössteigerungen, berücksichtigt worden.

Nina Bernard, Leiterin der Unternehmenskommunikation des HKK, zitiert in ihrer Mitteilung Landrat und HKK-Aufsichtsratsvorsitzenden Jens Grote: „Es wird prognostiziert, dass sich der Zuschuss vom Träger Landkreis Heidekreis auf eine Höhe von sieben Millionen Euro reduziert. Das wäre das dritte Mal in Folge eine Reduktion des Zuschusses des Landkreises.“ Weiterhin hätten Grote und HKK-Geschäftsführer Rogge betont, dass der Wirtschaftsplan für 2021 „mehr als nur vollumfänglich“ erfüllt worden sei.

Dazu Rogge: „Statt der veranschlagten acht Millionen Euro Defizitausgleich wird das Heidekreis-Klinikum nur sieben Millionen Euro vom Landkreis zum Ausgleich benötigen. Das zeigt, dass das gemeinsam mit allen Führungskräften und dem Betriebsrat des HKKs beschlossene Entwicklungs- und Sanierungskonzept weiterhin greift - und die Heidekreis-Klinikum gGmbH beständig auf dem Weg in eine stabile wirtschaftliche Zukunft ist.“

Selbstverständlich sei es in der Gesellschafterversammlung auch um den geplanten Neubau des Gesamtklinikums gegangen, berichtet Bernard. Hier habe es einen Sachstandsbericht gegeben. Dabei habe Geschäftsführer Rogge unterstrichen, dass die baufachliche Seite des Landes, das Niedersächsische Landesamt für Bau und Liegenschaften (NLBL), nach wie vor sehr eng in alle Planungsschritte eingebunden sei. Zum 30. September dieses Jahres habe das NLBL einen Projekt-Sachstandsbericht erhalten. Momentan sei die qualifizierte Kostenschätzung auf Basis einer bestätigten Vorplanung in der finalen Endabstimmung. Rogge: „In der ersten Januarwoche wird der Aufsichtsrat in einer außerplanmäßigen Sitzung zu diesem Thema tagen. Ende Januar 2022 werden wir, wie vom NLBL gewünscht, die entscheidungsreife FA-Bau, sprich die Baufachliche Förderantragsunterlagen inklusive Kostenberechnung, abgeben.“

Laut Bernard wollen Landrat Grote und Dr. Rogge zeitnah nach der Aufsichtsratssitzung auch die Bevölkerung ausführlich rund um den Stand des neuen Gesamtklinikums informieren.

Wie das vonstatten gehen soll, erläutert Landrat Grote: „Da die Pandemie erneut keine öffentlichen Veranstaltungen möglich macht, ist das Heidekreis-Klinikum dabei, wieder einen Live-Stream auf Facebook zu planen, der zeitgleich auf Youtube ausgestrahlt wird und dort auch nach dem Live-Talk verfügbar ist. Ich würde mich freuen, wenn viele Menschen des Heidekreises bei dieser Informationsveranstaltung, bei der auch ich mich selbstverständlich ihren Fragen stelle, dabei sind.“ Auch ein 3-D-Modell, das einen „realistischen“ Blick auf die Außenansicht des Gesamtklinikums geben werde, solle Ende Januar oder Anfang Februar der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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