„Informationspolitik war verfehlt“

Junge Liberale Heidekreis: Statement zu HKK-Standortsuche

„Informationspolitik war verfehlt“

Die im Kreistag am 26. Juni anstehende Standortentscheidung für den möglichen Neubau des Heidekreis-Klinikums (HKK) hat auch den Kreisverband der Jungen Liberalen Heidekreis auf den Plan gerufen: In einem Statement legt sich Kreisvorsitzender Jan Hendrik Linke nicht auf einen Standort fest, sondern kritisiert vielmehr eine verfehlte Informationspolitik.

„In den letzten Tagen sind die regionalen Zeitungen voll davon: Ortsverbände der einzelnen Parteien sprechen sich für den Standort Dorfmark (D4) oder Fallingbostel (F4) aus. Eine Debatte, die emotionaler nicht sein kann. Aber was kommt beim Bürger von dieser an? Wahrscheinlich nur etwas, über zerstrittene Parteien und das Aufflammen eines alten Konflikts: Nord- gegen Südkreis.“

Und weiter „Wir - als Junge Liberale im Heidekreis - haben so eine aufgeheizte Debatte wahrscheinlich noch nicht selbst miterlebt und können viele emotionale Argumente kaum bis gar nicht nachvollziehen. Deswegen werden wir uns auch nicht für einen der beiden Standorte aussprechen. Wir wollen nur ein neues und modernes Krankenhaus, das attraktiv und medizinisch auf dem neusten Stand ist.“

In dieser Debatte sei den Jungliberalen aber „etwas anderes, unglaublich Wichtiges aufgefallen: Die fehlende Kommunikation durch den Kreis. Ja, es gab ein zwanzigminütiges Video, in dem alle Fakten dargestellt wurden, aber dieses ist in der Debatte völlig untergegangen und wurde auch nicht besonders stark kommuniziert. Man sieht schon an den knapp 2.800 Aufrufen (Stand: 22. Juni 2020), dass das Video höchstens die Minderheit der Bewohner des Heidekreises erreicht hat.“

Im Statement heißt es weiter: „Es mangelt aus unserer Sicht klar an der Öffentlichkeitsarbeit. Selbst wenn irgendwelche Erkenntnisse veröffentlicht wurden, kamen diese nie dort an, wo sie ankommen sollten. Grund dafür scheint zu sein, dass die Videos und Beiträge nicht auf die Zielgruppe zugeschnitten sind, sondern mehr auf ‚Politikerfahrende‘ und Mandatsträger. An dieser Stelle hätte man kurze, regelmäßige Updates gebraucht, die die Menschen auf den aktuellen Stand bringen und keinen riesigen Haufen von Informationen auf einmal hinterlassen. Es fehlen hier, nach unserer Auffassung, diverse Grundlagen im Social-Media-Bereich. Es wird versucht, Veranstaltungen vor Ort durch Videos zu ersetzen, doch diese ergänzen eher. Dieses verfehlte Informationsmanagement kann man nun leider nicht mehr rückgängig machen, aber die Verantwortlichen müssen aus ihren Fehlern lernen und sollten in Zukunft die Bürger in solche Prozessen stärker mit einbeziehen.“

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