Initiative für Waldschutz

Umweltgruppen fordern Stopp für Soltau-Ost IV

Initiative für Waldschutz

Einen „sofortigen Stopp von Waldzerstörung für Bauvorhaben“ im Heidekreis fordern jetzt Nabu (Naturschutzbund Deutschland), BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland)und „Fridays for Future“ Walsrode. Aktuell haben sie dabei das geplante Gewerbegebiet Soltau-Ost IV im Auge.

In einer gemeinsamen Mitteilung betont Klaus Todtenhausen, 1. Vorsitzender des NABU Heidekreis, nicht nur tropische Regenwälder müssten bewahrt werden, „auch unser heimischer Wald ist ein hohes Schutzgut, das nicht mehr leichtfertig für Beton-, Pflaster- und Schotterwüsten geopfert werden darf.“ Er freue sich über die kreisweite Initiative zur Walderhaltung, die anlässlich der Flächennutzungsplanänderung für die „Gewerbliche Baufläche Soltau-Ost IV“ entstanden sei.

Im Wettlauf mit der Stadt Walsrode, die nach den Erweiterungen der Gewerbegebiete Schneeheide und Honerdingen auch über ein rund 90 Hektar großes Gewerbegebiet bei Krelingen nachdenke, würden die Pläne in Soltau nun konkret, heißt es: Östlich der Autobahnabfahrt Soltau-Ost solle zu beiden Seiten der B 71 eine zirka 100 Hektar große Waldfläche für die Ansiedlung von Gewerbe geopfert werden. „Auch wenn es sich in dem Gebiet ‚nur‘ um Fichten- und Kiefernbestände handelt, wäre eine Waldentwicklung hin zu einem stabilen Mischwald angesichts der dramatischen Entwicklung unseres Klimas sowie der immer weiter sinkenden Grundwasserstände die einzige verantwortungsvolle Maßnahme,“ so Katharina Lohrie vom BUND Heidekreis in der Mitteilung.

Auch innerörtliche Waldstücke wie die beiden Laubmischbestände in Hodenhagen und Munster, die jüngst für Bauzwecke gerodet worden seien, sollten künftig aus Klimaschutzgründen erhalten werden. Zwar müsse als Ausgleichsmaßnahme für Waldumwandlungen an anderer Stelle neuer Wald gepflanzt werden, doch vergingen Jahrzehnte, bis die Ersatzpflanzungen eine annähernd gleiche Funktion für Klima- und Naturschutz hätten. Hinzu komme, dass die Flächen für Kompensationsmaßnahmen immer knapper würden. Auch Bjarne Grätsch und Maureen Bensch von „Fridays for Future“ Walsrode fordern in der Mitteilung: „Keine Waldzerstörung für neue Gewerbe- und Baugebiete.“

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