Jobmesse „work+life“ in der Heidmarkhalle: 120 Aussteller

Veranstaltung vom 29. September bis 1. Oktober / Rund 3.300 Schülerinnen und Schüler sind bereits angemeldet

Jobmesse „work+life“ in der Heidmarkhalle: 120 Aussteller

Es lässt aufhorchen, wenn Landrat Jens Grote nicht mehr von Facharbeitermangel, sondern von einer „Facharbeiterkrise im Heidekreis“ spricht. Eine Krise, die sich durch die verschiedensten Branchen ziehe und von der auch die Kreisverwaltung betroffen sei. „Es ist eine Situation, die alle Unternehmen und auch die öffentlichen Arbeitgeber betrifft“, betonte der Landrat am vergangenen Freitag im Pressegespräch im Soltauer Kreishaus. Umso wichtiger sei es, jungen Menschen in Sachen Berufswahl die Möglichkeiten aufzuzeigen, sie direkt in Kontakt mit den Arbeitgebern im Landkreis zu bringen. Und diese Möglichkeit gebe es nach zweijähriger Coronapause nun wieder bei der Messe „work+life“ Heidekreis. „Wir sind voller Vorfreude“, unterstrich Grote und richtete ein großes Lob an die Organisatoren der Veranstaltung, „die viel Arbeit investiert haben, sodass wir wieder eine tolle Messe auf die Beine stellen können.“ Diese steht vom 29. September bis 1. Oktober wieder in der Heidmarkhalle in Bad Fallingbostel auf dem Programm sowie in einem eigens im Umfeld der Halle aufgebauten großen Zelt.

Bei der Planung und Organisation der diesjährigen Messe für Wirtschaft, Ausbildung und Beruf hatte das Messeteam der Wirtschaftsförderung Heidekreis um Anke von Fintel nach der Corona-Pause keine leichte Aufgabe, war doch zu befürchten, dass die Pandemie den Verantwortlichen erneut einen Strich durch die Rechnung macht. „Wie viele Aussteller machen mit? Finden wir überhaupt jemanden, der das Zelt aufbaut? Die Vorbereitungen waren eine spannende Angelegenheit“, berichtete von Fintel. Letztlich seien die Sorgen unbegründet gewesen: „Wir haben diesmal 120 Aussteller. Das ist ein Teilnehmerrekord“, freut sich die Landkreismitarbeiterin über die hervorragende Beteiligung.

Seit 2016 gibt es die Messe „work+life“ alljährlich im September. Sie bietet die Möglichkeit, Kontakte mit der Wirtschaft zu knüpfen und sich umfassend über die Unternehmenslandschaft im Heidekreis zu informieren. Ergänzt wird die Messe durch ein Internetportal (www.workandlife.hk). Dort finden Interessierte zum Beispiel Unternehmensprofile, ein Ausstellerverzeichnis, Hallenpläne, Ausbildungs- und Jobangebote, digitale und analoge Veranstaltungen und vieles mehr. „Das Portal ist eine wichtige Ergänzung, aber wir brauchen die Messe. Der direkte Kontakt ist wichtig, gerade für junge Menschen“, betonte von Fintel.

In diesem Jahr gibt es fast 100 begleitende Veranstaltungen - vom Bewerbungsmappencheck bis hin zu den verschiedensten Workshops. Eine Übersicht gibt es ebenfalls auf der „work+life“-Internetseite. Laut von Fintel sind bereits 3.300 Schülerinnen und Schüler über die Schulen angemeldet worden. Die Besuche der Schüler sind so getaktet, dass die Besucherströme entzerrt werden. Weil die Schulen die Messe am Donnerstag- und Freitagvormittag besuchen werden, empfiehlt das Messeteam anderen Interessierten und Familien, nachmittags oder am Samstag vorbeizuschauen. Der Besuch der „work+life“-Messe ist kostenlos, eine Anmeldung nur für Schulen erforderlich. Erstmals gibt es übrigens auch Messe-Führungen in Fremdsprachen, nämlich ukrainisch, arabisch und in der persischen Amtssprache Farsi.

Die Öffnungszeiten: 29. und 30. September, jeweils von 8.30 bis 14.30 Uhr, 1. Oktober, 10 bis 15 Uhr. Aufbautag für Unternehmen ist am 28. September von 10 bis 17 Uhr.

Die Jobmesse in der Heidmarkhalle biete übrigens auch „eine gute Gelegenheit für Unternehmen, sich zu vernetzen“, unterstrich von Fintel. Um das Thema Vernetzung und Innovationen wird es auch beim Business-Abend für interessierte Unternehmer gehen, zu dem der Wirtschaftsverein Heidekreis für den 29. September um 17.30 Uhr einlädt und für den Anmeldungen erforderlich sind. „Mit Dr. Jens-Uwe Meyer haben wir einen absoluten Top-Referenten gewonnen, der zum Thema ‚Krise als Chance‘ sprechen wird“, erklärte Dr. Thomas Hüster, Vorstandsvorsitzender des Wirtschaftsvereins Heidekreis. „Wir müssen uns fragen, wie wir uns untereinander helfen können. Netzwerke sind das, was wir brauchen“, betonte Hüster. Der Wirtschaftsverein sei dabei, sich neu aufzustellen und strebe einen regeren Austausch mit der Politik und den Verwaltungen an. Ein Schritt, den Landrat Grube begrüßt: „Wenn Unternehmen und die Kreisverwaltung gut zusammenarbeiten, dann ist das ein Standortvorteil.“

„Wir brauchen Fachkräfte und müssen sie hier in der Region halten“, betonte der Landrat. Ein wichtiger Baustein sei dabei die Messe „work+life“.

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