Klimaschutz im Heidekreis: SPD fordert zügige Umsetzung der Maßnahmen

Kreistagsfraktion der Sozialdemokraten stellt Antrag

Klimaschutz im Heidekreis: SPD fordert zügige Umsetzung der Maßnahmen

Was kann in Sachen Klimaschutz im Heidekreis mit den 100.000 Euro erreicht werden, die auf SPD-Antrag zusätzlich in den Kreishaushalt für 2022 eingestellt worden sind? Mit dieser Frage hat sich die SPD-Kreistagsfraktion intensiv befasst und auch von einer Expertin der Energieagentur beraten lassen. In einem Pressegespräch erläuterten jüngst Fraktionsvorsitzender Sebastian Zinke und seine Stellvertreterinnen Tatjana Bautsch und Karin Fedderke sowie der SPD-Sprecher im Bau- und Umweltausschuss, Dr. Jonas Wussow, die Pläne der sozialdemokratischen Kreistagsabgeordneten, den Sperrvermerk für die 100.000 Euro aufzuheben mit dem konkreten Ziel, zunächst drei Maßnahmen umzusetzen.

Erstens solle der bestehende Klimaschutzplan aus dem Jahr 2013 aktualisiert und fortgeschrieben werden. Das Ziel sei, „spätestens bis 2040 als kompletter Heidekreis klimaneutral zu werden.“ Dazu müsse zunächst in einer Energiebilanz ermittelt werden, in welchen Sektoren wie viel CO2 emittiert werde, um den heutigen CO2-Fußabdruck zu kennen und dann Priorisierungen der Aktivitäten vornehmen zu können. Mit einer Teilsumme könne entsprechende Expertise dafür eingekauft werden. Ein zweites Vorhaben sei das Einführen eines Solardachkatasters. Für alle Dachflächen im Heidekreis könne mittels farbiger Markierungen die mögliche Energieausbeute zur Stromerzeugung durch Sonnenschein mittels Fotovoltaikzellen dargestellt werden. Auf einer Onlineplattform sollen diese Informationen, so die Sozialdemokraten, in Übersichtskarten inklusive der Ertragserwartung und weiteren hilfreichen Informationen bereitgestellt werden. Mehrere niedersächsische Landkreise, Verden zum Beispiel, böten dies bereits an. „Da der Strombedarf in Deutschland rasant steigen wird, könnte so ein niedrigschwelliges Informationsangebot der dringend nötigen lokalen Energiewende einen deutlichen Schub verleihen“, meinte Fraktionsvize Tatjana Bautsch.

Da nicht nur private und gewerbliche Dachflächen Potential für Solarzellen böten, sondern auch viele staatliche Immobilien noch für Energieerzeugung ungenutzt seien, könne durch das Register auch ein gewisser Druck auf kommunale Gremien entstehen, diese nachzurüsten, ergänzte Fraktionschef Sebastian Zinke.

Dr. Jonas Wussow erläuterte die dritte Maßnahme des Antrags, ein Wärmekataster, das in Sachen Geothermie Potenziale für emissionsfreie Wärmeversorgung im Heidekreis aufzeigt. Fraktionsvize Karin Fedderke zeigte sich überzeugt, dass mit dem Geld eine Hebelwirkung beim Klimaschutz im Heidekreis erzeugt werden könne.

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