Bundestagsabgeordneter Lars Klingbeil (SPD) hat sich jüngst mit Betreiberinnen und Betreibern von Biogasanlagen sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Landwirtschaft, Kommunen und Energiewirtschaft aus dem Heidekreis ausgetauscht. Hintergrund des Gesprächs ist die laufende Weiterentwicklung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für Bioenergie auf Bundesebene. Klingbeil nutzt den Austausch, wie er sagt, um die Stimmen aus der Region aufzunehmen und sich in Berlin gezielt für die Belange der Region einzusetzen. „Mir ist wichtig, das Gespräch zu suchen und die Perspektiven aus der Heimat aufzunehmen“, so der Sozialdemokrat.
Die im Koalitionsvertrag vereinbarten Ziele behielten dabei weiterhin ihre Gültigkeit. Der Ausbau der erneuerbaren Energien bleibe zentraler Bestandteil der Energiepolitik.
Die aktuelle energiepolitische Lage unterstreicht aus Sicht Klingbeils zusätzlich, wie wichtig eine stärkere Unabhängigkeit durch erneuerbare Energien sei. Biogasanlagen spielten dabei eine besondere Rolle im ländlichen Raum. Sie sorgten für regionale Wertschöpfung, stärkten kommunale Strukturen und seien ein wichtiger Bestandteil lokaler Energiekreisläufe. Zugleich stehe die Branche an einem Wendepunkt. Viele Anlagen liefen aus der bisherigen Förderung heraus. Ohne neue Perspektiven drohten wirtschaftliche Einbußen und Stilllegungen.
Klingbeil zeigt Verständnis für den Unmut über die Ungewissheit: „Wir müssen jetzt langfristige Perspektiven für Biogas und andere erneuerbare Energien entwickeln. In dieser Umbruchphase liegt auch eine Chance, da müssen wir aktiv die Möglichkeiten vor Ort nutzen“, so der Politiker.
Ein zentrales Thema im Austausch war zudem die Infrastruktur. Der schleppende Netzausbau, begrenzte Netzanschlusskapazitäten und Defizite bei der Digitalisierung bremsen die Energiewende und stellen auch für die Betreiber ein erhebliches Problem dar. Auch die Entwicklung der Netzentgelte bleibt ein entscheidender Faktor für die Wirtschaftlichkeit. Die Teilnehmer nutzten die Gelegenheit in Soltau, um Klingbeil konkrete Herausforderungen aus der Praxis zu schildern: Von unsicheren Anschlussregelungen über wirtschaftliche Fragen bis hin zu Investitionshemmnissen.
Diese Rückmeldungen sollen in die weiteren politischen Beratungen einfließen. Klingbeil sagte zu, die angesprochenen Themen in Berlin in die Beratungen einfließen zu lassen und zeigte Verständnis für die Sorgen: „Es geht jetzt darum, Planungssicherheit zu schaffen.“