Kunst und Kultur an zwei Wochenenden an insgesamt 50 Standorten erleben

„HeideKultour“: Ateliers öffnen in drei Landkreisen / 150 Künstler laden ein

Kunst und Kultur an zwei Wochenenden an insgesamt 50 Standorten erleben

Die „HeideKultour“ ist mittlerweile ein fester Bestandteil in vielen Kalendern von Künstlern, Kunsthandwerkern und Kunstinteressierten in der Lüneburger Heide. Nach zwei Coronajahren mit einigen Einschränkungen findet in diesem Jahr die „HeideKultour“ zum achten Mal wieder im gewohnten Zeitraum und Umfang statt: Nach den zahlreichen Aktionen an diesem Wochenende, 23. und 24. April, stehen am 31. April und 1. Mai noch weiter Kunst- und Kulturprojekte auf dem Programm - unter anderem in Munster, wo Natalia und Wladimir Rudolf wieder in ihr Atelier einladen. Insgesamt präsentieren etwa 150 Künstler an rund 50 Veranstaltungsorten in den Landkreisen Harburg, Heidekreis und Lüneburg ihre Werke, öffnen ihre Werkstätten, organisieren Gemeinschaftsausstellungen und Musikevents.

Seit nunmehr acht Jahren kommen jedes Jahr einige tausend Besucherinnen und Besucher aus dem Städtedreieck Hamburg-Hannover-Bremen zu diesem einmaligen Kunstevent in die Lüneburger Heide. Die kulturelle Vielfalt aus Malerei, Bildhauerei, Skulpturen und Objekte, Glaskünstler, Handarbeit, Mode, Schmuck, Design, Keramik und Ton, Konzerte, Kulinarisches, Literatur, Vorführungen, Workshops, und vielem mehr machen die sonst eher touristisch geprägte Lüneburger Heide an zwei Wochenenden zu einem Kulturmittelpunkt in Niedersachsen.

Ob mit dem Fahrrad oder dem Auto: Für die vier Veranstaltungstage können Kunstinteressierte sich ihre individuelle Tour zusammenstellen und eine Vielzahl und Vielfalt an Kunst und Kunsthandwerk in einer wunderschönen Heidelandschaft erleben. In diesem Jahr sind die Schwerpunkte der Ausstellungsorte in Buchholz, Holm-Seppensen, Otter, Schneverdingen und Hanstedt. Die begleitende Veranstaltungsbroschüre liegt in zahlreichen Tourismusbüros, Sparkassenfilialen und an vielen weiteren Orten zur Mitnahme aus. Selbstverständlich kann die Broschüre auch auf der Internetseite unter www.heidekultour.de heruntergeladen werden. Dort hilft auch eine interaktive Karte bei der Planung der Tour.

Die Aktionen im Heidekreis laufen in Schneverdingen, Neuenkirchen und Munster. In der Heideblütenstadt laden am 30. April und 1. Mai folgende Kreative ein: Anne Schwabe öffnet von 11 bis 18 Uhr ihr Atelier „Plan:A“ im Zahrenser Weg 25. „So vielfältig wie wir Menschen sind auch meine Bilder. In meiner Malerei geht es zumeist um die Auseinandersetzung mit den menschlichen Beziehungen, Sehnsüchten und Eigenheiten. Ich zeige figurative Arbeiten und auch abstrakte zum Teil großformatige Bilder“, so die Künstlerin. In Schneverdingen mit dabei ist auch Bettina Allzeit, die im Finkenweg 26 abstrakte Malerei zeigt: „Insbesondere die Auflösung von Formen und Farben faszinieren mich. Abstrakte Bilder lassen Raum für eigene Fantasien und Interpretation. Malen ist für mich Entspannung und Meditation. Ich probiere verschiedene Stile und Techniken aus und male hauptsächlich mit Acrylfarben. Das Malen ist neben dem Singen meine zweite Leidenschaft geworden“, so die Künstlerin. An gleicher Adresse präsentiert Bernd Rutkowski fragiles Glasdesign: „Den fragile-Produkten ist eine sehr persönliche und individuelle Note eigen. Sie zieht sich durch die Gestaltungslinie wie ein roter Faden und besticht durch ihre besondere Formgebung und ihre handwerkliche Brillianz. Ich arbeite mit unterschiedlichen farbigen Gläsern, die in Schichten verschmolzen werden. Im Gefäßbereich setze ich Floatglas ein, welches über eigens hergestellte feuerfeste Formen geschmolzen und mit Glasurfarben versehen wird. Eine Kombination mit anderen Materialien, wie Stahl, Edelstahl oder Holz wähle ich für Objekte im Aussenbereich“, so der Künstler.

In Neuenkirchen, In der Heide 31, gibt Ursula-Regina Stolzenbach an allen vier Tagen Einblick in ihre farbenfrohen Ölgemälde auf Leinwand und verschiedene Specksteinskulpturen. Zu Gast bei ihr ist darüber hinaus Barbara Timmermann mit mehreren Acrylgemälden.

Im Rahmen des regionalen Kulturprojektes „HeideKultour“ öffnen auch Natalia und Wladimir Rudolf wieder ihr Atelier in Munster, Lise-Meitner-Weg 25: Dort können Besucher jeweils an den Wochenenden 23. und 24. April sowie 30. April und 1. Mai Einblick in das neueste Schaffen von Natalia und Wladimir Rudolf gewinnen. Während sich Natalia in den unterschiedlichsten Formaten mit dem 100-jährigen Jubiläum des Surrealismus auseinandersetzt, interpretiert Wladimir mit seiner neuesten Großskulptur des „Tanzenden Mädchens“ ein Motiv von Pablo Picasso dreidimensional. Wie stets bei Wladimir Rudolf mischen sich Form- und Farbgebung zu einer unverkennbaren Einheit. Im Atelier Rudolf sind an den beiden Wochenenden Besucherinnen und Besucher auch ohne Anmeldung von 11 bis 18 Uhr willkommen.

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