LADR übernimmt Labor

HKK überträgt zum 1. Februar Arbeiten an neuen Partner

LADR übernimmt Labor

Das Heidekreis-Klinikum (HKK) wechselt zum 1. Februar 2021 zu „LADR Laborverbund Dr. Kramer & Kollegen“. Dies hat jetzt das HKK mitgeteilt. Grund dafür sei, „weiterhin vor Ort Laborleistungen für das HKK und darüber hinaus sicherstellen zu können und damit verbundene Arbeitsplätze zu erhalten.“

Das Projekt sei erstmals im Herbst 2019 angeregt worden, „da es für einen sicheren und reibungslosen Ablauf in einem Labor wichtig ist, dass jederzeit die Fachkompetenz eines Laborarztes in Anspruch genommen werden kann. Um dem großen Mangel an Laborärzten entgegenzuwirken, ist die Zusammenarbeit mit großen Laborbetreibern sinnvoll und üblich“, heißt es in der Mitteilung, die HKK-Geschäftsführer Dr. Achim Rogge, zitiert: „LADR verfügt über rund 170 solcher Fachärzte mit einer hohen Expertise. Außerdem kann das Labor mit dem Wechsel zu LADR auch von niedergelassenen Ärzten im Heidekreis und von unseren MVZs mitgenutzt werden.“

LADR habe sich in einer im Februar 2020 gestarteten europaweiten gemeinsamen Ausschreibung von HKK, AKH Celle und Klinikum Peine gegen zwei weitere Mitbewerber durchgesetzt. Mit dem Wechsel verbunden sei eine Überleitung des Laborpersonals zu LADR, Arbeitsort und -platz blieben von dieser Veränderung unberührt, da das Labor im HKK an beiden Standorten verbleiben werde.

Rogge betont in der Mitteilung: „Es war der Geschäftsführung und dem Betriebsrat wichtig, dass wir einen starken, verlässlichen Partner mit gutem Ruf in der Branche für uns finden, der unsere Laboreinrichtung am Standort Soltau weiter nutzt - und alle Beschäftigten des Labors übernehmen möchte.“

Die Wahl sei hauptsächlich auf die Firma LADR gefallen, da sie die mitarbeiterfreundlichsten Konditionen angeboten habe. So übernehme LADR alle Labormitarbeitenden, ohne von der Kündigungsoption nach einem Jahr nach Betriebsübergang Gebrauch zu machen. Ansprüche aus der Altersvorsorgeeinrichtung des öffentlichen Dienstes VBL blieben mit allen Anwartschaften in vollem Umfang erhalten; allerdings könnten diese aber für die Zukunft von LADR nicht weitergeführt werden, da die LADR nicht selbst dem Tarifvertrag TVöD-VKA angehöre. Die Tariferhöhung, die für April kommenden Jahres greife, werde hingegen auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Labors ausgegeben.

Darüber hinaus, so Rogge, könne LADR optimale Patientensicherheit bei schnellen Laborergebnissen garantieren und wolle den Laborstandort Soltau mit neuesten labordiagnostischen Geräten ausstatten.

Auch Anke Wolters-Rengstorf, Vorsitzende des Betriebsrates, wird in der Mitteilung zitiert: „Der Betriebsrat ist jederzeit von der Geschäftsführung über den geplanten Betriebsübergang informiert worden. Auch waren unserer Kenntnis nach die Leitung und stellvertretende Leitung des Labors von Anfang an in alle Projekte involviert. Nach Meinung des Betriebsrates wurde eine sozialverträgliche Lösung gefunden. Uns war als Betriebsrat besonders wichtig, dass alle Kolleginnen und Kollegen des Labors vom neuen Arbeitgeber mit der Standortsicherung Soltau beziehungsweise Walsrode übernommen werden.“

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