Grüne fordern Moratorium

Land soll Gas- und Ölbohrungen vorerst auf Eis legen

Grüne fordern Moratorium

Hinter den hiesigen Bundestagsabgeordneten und SPD-Generalsekretär, Lars Klingbeil, und seine Forderung nach einem Moratorium in Sachen Öl- und Erdgasborhung haben sich die Grünen im Landtag gestellt. Das hat jetzt Detlev Schulz-Hendel mitgeteilt, der als grüner Landtagsabgeordnteter den Heidekreis mit betreut.

Klingbeil hatte ein vorübergehendes Verbot von geplanten Erkundungsbohrungen oder Förderungen von Gas- und Ölvorkommen im Heidekreis und Landkreis Rotenburg gefordert, bis die auffälligen Krebsfälle in räumlicher Nähe zur bestehenden Erdgasförderung im Landkreis Rotenburg aufgeklärt seien. Mit dieser Forderung war er allerdings beim niedersächsischen Wirtschaftsminister auf keine offenen Ohren gestoßen: Bernd Althusmann hatte sich zu Klingbeils Bedauern gegen ein solches Moratorium entschieden (HK berichtete).

Die Grünen im Landtag fordern ein sofortiges Moratorium für neue Öl- und Gasbohrungen im Raum Bad Fallingbostel, ein entsprechender Antrag wurde jüngst im Umweltausschuß vorgestellt. Schulz-Hendel, erklärt dazu, daß die Grünen damit eine Forderung Klingbeil aufgegriffen hätten. Bislang sei allerdings unklar, wie die SPD im Landtag zu der Forderung nach einem Bohr-Stopp stehe. Schulz-Hendel kritisiert: „Die Öl- und Gasförderung ist in der heutigen Form nicht mehr zu verantworten. Im Landkreis Rotenburg gibt es eine erhöhte Krebsrate, in Verdacht steht die Erdgasförderung. Solange dieser Verdacht nicht ausgeräumt wird, darf die Öl- und Gasförderung nicht weiter ausgeweitet werden.“ Die Forderung Klingbeils nach einem sofortigen Moratorium unterstützten die Grünen ausdrücklich.

Schulz-Hendel fordert jedoch noch weitergehende Maßnahmen: „Klingbeil findet klare Worte, die wir bei der Landesregierung vermissen. Ein Moratorium muß konsequenterweise jedoch für alle Förderregionen in Niedersachsen gelten. Die Krebsgefahr ist nicht nur ein regionales Problem, das Vorsorgeprinzip sollte überall Bestand haben.“

Logo