Die Gewerkschaftsvorstände von Verdi und DGB hatten Landratskandidatin Cornelia Reithmeier jüngst zum Gespräch eingeladen und dazu Fragen und Forderungen vorbereitet. Thematisch ging es unter anderem um notwendige Verbesserungen für Kitas, Schulen, Pflege, ärztliche Versorgung, Tarifbindung, bezahlbares Wohnen, öffentlichen Nahverkehr, kommunale Finanzen und den Umgang mit dem Militär im Heidekreis.
Reithmeier machte deutlich, dass Bedürfnisse der Menschen immer im Zusammenhang gedacht werden müssten, im Heidekreis zum Beispiel in Sachen Infrastruktur und Gesundheits- und Sozialwesen. Um etwas gegen Einsamkeit im Alter zu tun, sei ihr Ziel sei der Aufbau mobiler aufsuchender Gesundheitsversorgung in Verbindung mit sozialen Begegnungsorten.
Bei vielen Themenschwerpunkten rannte die Kandidatin offene Türen bei den Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern ein. Prekäre Arbeit nicht zu fördern bedeute, dass der Öffentliche Dienst vorangehen müsse, sodass Aufträge nur an tarifgebundene Betriebe gingen. Zwangsmaßnahmen nach dem Psychisch-Kranken-Gesetz (PsychKG) seien als verfassungswidrig zu beurteilen. Die Heidebahn benötige zusätzliche Stationen.
„Zur Zufriedenheit der Kolleginnen und Kollegen wurde diskutiert über den Kodex für gute Pflege und Inklusion“, so Versammlungsleiter Heinz-Dieter „Charly“ Braun. Wirtschaftliche und gewerkschaftliche Kenntnisse gelte es in Schulen und Berufsschulen zu tragen. Zudem sei deutlich geworden, „dass sich Militär und Tourismus nicht vertragen“ und was notwendig sei, um Arbeitskräfte in die Heideregion zu bekommen. Braun lobte die „Offenheit, aufrechte Haltung und Kooperationsbereitschaft“ der Kandidatin, die ihre Standpunkte ohne „Drumherum winden“ klar begründet habe.