Sternenglanz und Mondlicht über der stillen Heide: Geführte Wanderungen auf dem Heidschnuckenweg laden noch bis September ein, die Landschaft in besonderem Licht zu erleben. Erster Termin im Heidekreis ist am 2. April in Bereich Bispingen.
Der Blick in den tiefdunklen Himmel, hinauf zu den Sternen hat die Menschen von jeher verzaubert und fasziniert. Die hellen Lichter oben am Firnament, das Funkeln und Glitzern von tausenden Sternen – das hat den Menschen nicht nur Orientierung in dunkler Nacht gegeben, sondern sollte auch die Zukunft des eigenen Schicksals verraten. Die Schätze des Nachthimmels – und der Landschaft – lassen sich auf dem Heidschnuckenweg besonders gut entdecken. Denn nach Sonnenuntergang, wenn der helle Mond die weite Heidelandschaft in ein silbriges Licht taucht und die Sterne glänzen, wirkt die Heide wie verwandelt. Dann wird die Heide zu einem Ort voller Mystik. Die einsamen Wacholder zeigen sich kaum schemenhaft, die alten Heidesagen scheinen lebendig zu werden. Diese besondere Stimmung kann man bei besonderen Wanderungen erleben: Bis September laden die Touristiker der Region zu Vollmondwanderungen und Sternenbeobachtungen ein.
„Die Gruppen tauchen dann ein in die stille Heidelandschaft und erfahren Wissenswertes über die heimische Pflanzen- und Tierwelt, die so manche Überraschung bereithält. In den autofreien Naturschutzgebieten gleicht die Landschaft einem Sternenpark, nur das Licht von Mond und Sternen zeigt den sich durch die Natur schlängelnden Wanderweg“, so die Ankündigung des Landkreises Harburg. Zertifizierte Natur- und Landschaftsführerinnen und -führer machen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Besonderheiten aufmerksam, die sich nur nachts in der Natur erleben lassen. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Infos und Buchungsmöglichkeiten finden sich unter www.heidschnuckenweg.de/artikel/10809.
Die Vollmondwanderungen sind zwischen fünf und sieben Kilometer lang und führen jeweils auf einer Teiletappe des Heidschnuckenweges beispielsweise ins Büsenbachtal, zum Wilseder Berg, in die Fischbeker Heide, in die Misselhorner Heide und in die Oberoher Heide. Sie kosten 14 Euro pro Erwachsenen und 8 Euro pro Kind.
Die Termine im Überblick am 2. April, Start jeweils um 20 Uhr: In Bispingen geht es zum Fürstengrab und Wilseder Berg, südlich von Hamburg in der Fischbeker Heide, im Gebiet Handeloh ins Büsenbachtal und im Bereich Hermannsburg in die Misselhorner Heide.
Ziele am 1. Mai, Beginn 20.30 Uhr, sind dann erneut die Fischbeker Heide, nahe Hanstedt die Töps Heide und nahe Hermannsburg nochmals die Misselhorner Heide sowie die Gebiete rund um Schneverdingen.
Am 29. Juli gehen die Touren ab jeweils 21 Uhr in folgende Landschaften: in Bispingen das Heidetal, in Faßberg die Oberoher Heide, südlich von Hamburg die Fischbeker Heide und in Hanstedt die Töps Heide.
Termine für den 28. August, Beginn 20 Uhr: Nahe Bispingen geht es ins Twisselmoor, südlich von Hamburg in die Fischbeker Heide und bei Hermannsburg in die Misselhorner Heide sowie bei Undeloh in die Weseler Heide.
Abschließend starten am 26. September um 19 Uhr folgende Wanderungen: in Bispingen zum Großen Ringwall, in Egestorf in die Döhler Heide, in Faßberg in die Oberoher Heide und in Handeloh ins Büsenbachtal.
Nach dem Auftakt am 20. März gibt es eine zweite Sternenbeobachtung auf dem Heidschnuckenweg unter fachkundlicher Anleitung am 19. September im Naturpark Südheide in der Misselhorner Heide. Der Verein Sternwarte Südheide stellt direkt an der Misselhorner Heide mehrere mobile Teleskope unterschiedlicher Bauart auf, die von den Sternfreunden betreut werden. Die Teilnehme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist der Wanderparkplatz Misselhorner Heide bei Hermannsburg. Zudem bietet die Sternwarte Südheide auch zu anderen Zeiten Veranstaltungen an, die auf dem Webportal der Sternwarte nachgelesen werden können. Alle Informationen zu den Sternenbeobachtungen 2026 finden sich unter www.heidschnuckenweg.de/artikel/022819 .
Der Heidschnuckenweg gehört nicht umsonst zu den schönsten und reizvollsten Wanderwegen Deutschlands und zieht Wanderbegeisterte aus ganz Deutschland an. Er war beim Wettbewerb bereits zum fünften Mal mit einem Teilstück dabei und wurde gerade erst wieder als Qualitätswanderweg zertifiziert. Der Heidschnuckenweg wurde 2012 eröffnet und führt auf 223 Kilometern von Hamburg aus durch die drei Landkreise Harburg, Heidekreis und Celle und durch über 30 große und kleine Heideflächen der Nord- und Südheide. Er bietet ein einzigartiges Wandererlebnis durch die Lüneburger Heide.
Von der Besonderheit des Weges zeugen auch das Zertifikat „Qualitätswanderweg Wanderbares Deutschland“ des Deutschen Wanderverbands und die Aufnahme in den Verbund „Top Trails – Deutschlands schönste Wanderwege“.
Dabei ist der Heidschnuckenweg in 13 Etappen von unterschiedlicher Länge unterteilt, um die schönsten Flecken der Region erkunden. Noch mehr zu entdecken gibt es durch die zwölf Heideschleifen. Die Rundwanderwege umfassen zwischen 1,4 und 20,9 Kilometern. Informationen zum Heidschnuckenweg gibt es unter www.heidschnuckenweg.de online.