Mit einer leicht gesunkenen Arbeitslosenzahl endete der letzte Wintermonat im Bezirk der Agentur für Arbeit Lüneburger Heide, die seit Jahresstart auch für den Landkreis Heidekreis zuständig ist (HK berichtete). Mit Blick auf die Daten vom Februar möchte Agenturchef Sven Rodewald jedoch eher von einer leichten Entspannung als von einer umfassenden Belebung sprechen; zumal die Entwicklung mit einer rückläufigen Arbeitslosigkeit im Vergleich zu Januar nicht alle Landkreise im Bereich der Lüneburger Heide einbezog. „So erhöhte sich die Arbeitslosigkeit in Uelzen leicht“, heißt es in der Mitteilung der Agentur für Arbeit Lüneburger Heide. In der finden sich bei der Aufschlüsselung der einzelnen Gebiete jedoch gute Nachrichten für die hiesige Region: „Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Heidekreis im Februar 2026 gesunken.“
Bei der Gesamtbetrachtung sieht der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburger Heide neben konjunkturellen Herausforderungen auch strukturelle: „Die Unternehmen in unserer Region müssen sich unter anderem der digitalen Transformation stellen, von geopolitischen Unsicherheiten, die auch auf den regionalen Arbeitsmarkt wirken, ganz zu schweigen“, hebt Rodewald hervor. „Unternehmen, die sich dem Wandel stellen, sind in dieser Situation nicht allein. Wir halten Finanzmittel vor, um Qualifizierungsmaßnahmen für Beschäftigte zu fördern. Mit dieser Art der Förderung versuchen, Arbeitslosigkeit erst gar nicht entstehen zu lassen“, so Rodewald. Betriebe können sich an den Arbeitgeber-Service vor Ort wenden (Rufnummer: 0800-4555520). Neben Branchen, wie beispielsweise der Industrie, in denen die Arbeitskräftenachfrage verhaltener sei, gebe es laut Agentur aber nach wie vor Bereiche, in denen Fachkräfte händeringend gesucht würden.
Zu den Zahlen des vergangenen Monats: „Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Lüneburger Heide (Landkreis Heidekreis, Landkreis Harburg, Landkreis Lüchow-Dannenberg, Landkreis Lüneburg, Landkreis Uelzen, Landkreis Celle) im Februar 2026 gesunken. 30.116 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 382 Personen (1,3 Prozent) weniger als im Januar, aber 582 Personen beziehungsweise 2,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,1 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6 Prozent“, so die Mitteilung.
Nach dieser lag die Unterbeschäftigung nach vorläufigen Angaben im Februar bei 35.666 Personen: „Sie sank gegenüber dem Vormonat Januar (98 Personen beziehungsweise 0,3 Prozent) und erhöhte sich verglichen mit Februar 2025 (31 Personen beziehungsweise 0,1 Prozent). Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.“
Und weiter: „Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 12.364 Personen (67 Personen weniger als im Vormonat, aber 679 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 17.752 Arbeitslose registriert (315 Personen weniger als im Vormonat und 97 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 59 Prozent aller Arbeitslosen betreut.“ Ferner hätten sich laut Agentur im vergangenen Monat insgesamt 5.415 Personen arbeitslos gemeldet: „Davon kamen 2.091 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 5.761 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 1.865 eine Erwerbstätigkeit auf.“
Laut Agentur suchten die Unternehmen weiterhin Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: „1.711 Stellen wurden im Februar neu gemeldet (547 mehr als im Vormonat und 153 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Gesundheits- und Sozialwesen, Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe. Aktuell befanden sich damit 7.664 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.“
In der Grundsicherung (Jobcenter) sei die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 785 auf insgesamt 26.389 gesunken: „Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 35.408 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 1.393 Personen weniger als vor einem Jahr.“ (Grundsicherungsdaten seien laut der Agentur für Arbeit vorläufig und hochgerechnet).
In ihrer Mitteilung geht die Agentur in den Einzelbetrachtungen auch auch die verschiedenen Landkreise ein. Die Zahlen für den Heidekreis im Februar: „5.434 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 11 Personen (0,2 Prozent) weniger als im Januar, aber 27 Personen beziehungsweise 0,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,9 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 6,9 Prozent.“
Die Unterbeschäftigung habe nach vorläufigen Angaben im Februar bei 6.280 Personen gelegen, so die Agentur: „Sie sank gegenüber dem Vormonat Januar (3 Personen beziehungsweise 0,0 Prozent) und verglichen mit Februar 2025 (153 Personen beziehungsweise 2,4 Prozent). Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden. Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.900 Personen (24 Personen mehr als im Vormonat und 82 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 3.534 Arbeitslose registriert (35 Personen weniger als im Vormonat und 55 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 65 Prozent aller Arbeitslosen betreut.“
Im vergangenen Monat hätten sich laut Agentur im Landkreis Heidekreis insgesamt 739 Personen arbeitslos gemeldet: „Davon kamen 334 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 747 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 266 eine Erwerbstätigkeit auf. In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 195 auf insgesamt 4.338.Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 5.880 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 293 Personen weniger als vor einem Jahr.“ (Auch hier seien laut Agentur für Arbeit die Grundsicherungsdaten vorläufig und hochgerechnet)