„Vier Hufe für ein Heidelujah“ gewinnt

Filmpreis von „The Golden City Gate“ geht an die Lüneburger Heide

„Vier Hufe für ein Heidelujah“ gewinnt

Jubel bei der Lüneburger Heide GmbH: Die Tourismusgesellschaft hat beim Multimedia-Award „Das goldene Stadttor“ („The Golden City Gate“) als beste deutsche Region den „Second Star“ in der Kategorie „Eco Tourism“ gewonnen. Der Preis wird seit 20 Jahren während der Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin verliehen. Die ITB musste diesmal zwar wegen der Coronakrise ausfallen, nicht aber die Preisverleihung. Hier waren die Heidjer mit ihrer Filmserie „Vier Hufe für ein Heidelujah“ erfolgreich. Eingereicht worden wareb insgesamt 127 Beiträge in verschiedenen Kategorien aus 29 Ländern und Regionen - von Tahiti bis zur Lüneburger Heide.

Ziel der siebenteiligen Serie ist die Förderung der regionalen Kutschbetriebe als nachhaltige Verkehrsmittel. Dazu erzählt ein Kutschpferd mit Namen „Fred“ aus seinem Alltag und vermittelt Werte und Alleinstellungsmerkmale der Lüneburger Heide (zu sehen unter https://www.lueneburger-heide.de/18371). Die Serie habe die international besetzte Jury mit ihren 45 Mitgliedern begeistert, berichten Wolfgang Jo Huschert und Enrique Lepehne vom Preisverleiher „The Golden City Gate“. Seit mittlerweile zwei Jahrzehnten geht die Preisverleihung in Berlin über die Bühne, in diesem Jahr allerdings wurde sie coronabedingt durch eine Einzelpreisverleihung in Düsseldorf ersetzt. Das tut der Begeisterung von Lüneburger-Heide-Geschäftsführer Ulrich von dem Bruch jedoch keinen Abbruch: „Wir freuen uns riesig über diese Anerkennung. Das ist ja gefühlt die Oscar-Verleihung des Tourismus.“

Die Videoserie ist Teil der neuen „Content-Strategie“ der Lüneburger Heide GmbH und wurde mit Fördermitteln des Landes Niedersachsen unterstützt. „Das ist ein gelungenes Beispiel, wie man mit ‚social Media‘ um Touristen werben kann. Die Lüneburger Heide hat zu Recht den Preis für ein ungewöhnliches Marketingprojekt gewonnen. Da sind unsere Landesmittel für Tourismusförderung gut eingesetzt worden“, lobt Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann.

Die Lüneburger Heide GmbH hat gerade die Produktion von zwei weiteren Filmen abgeschlossen: „Da kommt noch mehr“, kündigt von dem Bruch an. Und weiter: „Aber jetzt wird erst einmal gefeiert. Mit allen Kollegen per Videokonferenz im Homeoffice.“

Grund zur Freude hat die Tourismusgesellschaft auch mit Blick auf die Gästezahlen des vergangenen Jahres. Nach einer außergewöhnlich guten Heideblüte 2019 feiert die Urlaubsregion einen neuen Rekord: Erstmals verzeichnete sie durch ein Plus von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr 8,1 Millionen Übernachtungen.

Vom Statistischen Landesamt Niedersachsen werden alle Betriebe mit mehr als zehn Betten erfasst. Dort ergaben sich nach dem jüngst erschienenen Report für 2019 insgesamt 5,95 Millionen Übernachtungen. Dazu von dem Bruch: „Der Tourismus der Lüneburger Heide besteht aber aus sehr vielen kleinen und mittelständischen Betrieben.“ So kommt zu der amtlichen Statistik noch ein großer Bereich dazu, der nicht offiziell erfasst wird. Von ungefähr 1.400 Betrieben werden nur 640 von der amtlichen Statistik befragt. Aus verschiedenen Studien der Lüneburger Heide GmbH ergeben sich für 2019 weitere 2,2 Millionen Übernachtungen in Ferienwohnungen und Ferienhäusern, so dass man insgesamt auf 8,1 Millionen Übernachtungen für die Region kommt.

Die Anzahl der angebotenen Betten in der amtlichen Statistik stieg nur um knapp 500 von 47.498 auf 47.974. „Viele Regionen wachsen durch große, neue Hotelprojekte - das ist in der Heide anders. Wir wachsen seit Jahren aus dem Bestand, und das ist gesund für unsere Betriebe“, erläutert der Lüneburger-Heide-Geschäftsführer.

Insbesondere die Campingplätze trugen mit einem Plus von elf Prozent zum Wachstum bei. Mit 60 Camping- und 70 Wohnmobilstellplätzen hat die Lüneburger Heide in diesem Segment ein starkes Produkt. „Den Wirtschaftsfaktor Camping darf man nicht unterschätzen“, gibt von dem Bruch zu bedenken: „Die Ausgaben pro Tag und Kopf belaufen sich hier schon auf 53 Euro“.

Vergleicht man das Ergebnis von plus 4,6 Prozent aus der Lüneburger Heide mit dem des Landes Niedersachsen (plus 2,8 Prozent) oder dem des Bundesgebietes (plus 3,7 Prozent), so erkennt man, dass sich die Region weitere Marktanteile geholt hat. Auch im Vergleich mit direkten Mitbewerbern wie dem Schwarzwald (plus 2,5 Prozent) schneidet die Lüneburger Heide deutlich besser ab.

Damit hat die Heide neun Jahre lang ein kontinuierliches Tourismuswachstum erlebt, dem jetzt ein Einbruch droht. Schließlich ist es die Tourismusbranche - auch in der Heide -, die unter der Coronakrise ganz besonders zu leiden hat.

Logo