Mehr als 500 Kurse, meistens „in Präsenz“

Volkshochschule (VHS) Heidekreis stellt neues Semesterprogramm vor

Mehr als 500 Kurse, meistens „in Präsenz“

Es sind mittlerweile „traditionelle Termine“, wenn die Volkshochschule (VHS) Heidekreis zu Beginn und in der Mitte eines jeden Jahres zur Vorstellung ihrer neuen Semesterprogramme einlädt. Daran hat selbst die Corona-Zeit wenig verändert, wenngleich mit der Pandemie auch Dinge wie Online-Kurse und die üblichen Hygienemaßnahmen Einzug gehalten haben in den Alltag des Bildungsträgers. Doch der Termin am Anfang dieser Woche birgt eine Neuerung - und die hat nichts mit Corona zu tun: Nach einem Überblick über die mehr als 500 Kurse des laufenden Halbjahres wartet noch ein „Galerie-Rundgang“. Denn der Soltauer VHS-Standort in der Rosenstraße präsentiert seit kurzem eine Ausstellung mit Arbeiten, die hier entstanden sind: Im Rahmen einer Werkschau sind noch bis März rund 60 Bilder aus den Malkursen der VHS zu sehen (HK berichtete).

Natürlich ist die Ausstellung, die zahlreiche beeindruckende Arbeiten zeigt, nicht der Hauptgrund für das Treffen mit VHS-Geschäftsführer Hans-Ulrich Obieglo sowie den Bereichsleiterinnen Elke Dettmer, Heike Cordes-Dreier und Stine Dehnke. Im Vordergrund steht das neue Programmheft, das jetzt wieder bei allen Standorten der Volkshochschule im gesamten Heidekreis sowie bei Banken und Sparkassen und in öffentlichen Einrichtungen wie Rathäusern und Bibliotheken ausliegt. Und auch in Zeiten des Internets sei das klassische Heft immer noch beliebt, betont Obieglo: „Das Programm in Papierform ist stets gefragt und wir wollen es auch weiterhin verteilen.“ Cordes-Dreier ergänzt: „Das Heft ist für viele der erste Orientierungspunkt.“ Auch Dettmer schätzt das Format: „Das Programm ist wie ein ‚Ideen-Steinbruch‘, gibt Inspiration und bietet gleichzeitig Übersicht. Es lohnt sich, ins Heft zu schauen, selbst wenn man nicht unbedingt Kurse besuchen möchte.“ Neben der nach wie vor beliebten Papierform gibt es die Übersicht schon seit vielen Jahren natürlich auch online: So können sich Interessierte im Internet schon seit einigen Tagen durch die Kurse für das laufende Semester „klicken“.

Doch ob nun digital oder analog - der Blick ins aktuelle Programm der Volkshochschule zeigt: Die meisten Angebote laufen „in Präsenz“. „Wir haben viele treue Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sehr froh sind, die Kurse ‚live‘ besuchen zu können“, so Obieglo. Digitale Formate seien eine Ergänzung, die sich in Corona-Zeiten zwar bewährt habe, „doch wir setzen weiter auf den persönlichen Kontakt.“ Schließlich sei das Miteinander, der Austausch in den Gruppen sowie das gemeinsame Erlebnis und Lernen ein ganz wesentlicher Faktor, sind sich der Geschäftsführer und die Programmbereichsleiterinnen einig.

Das Gesamtangebot gliedert sich auf in die Kategorien „Politik - Gesellschaft - Umwelt“, „Kultur“, „Gesundheit“, „Sprachen“ sowie „Beruf und EDV“. Eine Besonderheit im Bereich „Gesundheit“ ist ein Kurs, in dem es nicht um das Wohlbefinden der Teilnehmer geht, sondern um das ihres Haustiers: „Massage für den Hund“ und „Erste Hilfe für den Hund“ sollen zeigen, was im Notfall oder bei körperlichen Beschwerden der Vierbeiner zu tun ist. Beide Kurse seien nicht neu, „aber wieder sehr gefragt“, freut sich Cordes-Dreier. Der Katalog biete zudem, so die zuständige Programmbereichsleiterin weiter, „eine ganze Seite voller Outdoor-Angebote“: So geht es unter anderem beim „Brainwalking“ oder „Waldbaden“ auf neue Weise raus in die Natur.

Für andere Kurse muss man hingegen die eigenen vier Wände nicht verlassen: So laufen eine Vielzahl der beruflichen Weiterbildungen und EDV-Angebote komplett am Computer, es gibt sogar für die „Einführung ins Projektmanagement“ einen ganzen „Bildungsurlaub online“. „Viele solcher zertifizierten Fortbildungen laufen mittlerweile oft vollständig in digitaler Form“, weiß Dehnke, die die IT-Organisation und den Bereich der Schulabschlüsse betreut. Sie möchte auch bewährte Formate wie den „Digital Kompass“ weiter voranbringen: Bei diesem Projekt, das in Kooperation mit dem Kreisseniorenrat ins Leben gerufen wurde, soll speziell älteren Menschen beim täglichen Umgang mit dem Internet und Online-Diensten Hilfestellung gegeben werden. Angst vor der Technik müsse dabei niemand haben, beruhigt die Programmbereichsleiterin: „All das geht auch ohne Kamera oder Headset am Computer.“

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