Mehr Klimaschutz als Ziel

Verein im Heidekreis will informieren und Impulse setzen

Mehr Klimaschutz als Ziel

Mit Veranstaltungen über Möglichkeiten für mehr Klimaschutz zu informieren ist Ziel eines neuen Vereins, der Mitte November 2019 in Dorfmark unter dem Namen „Klimaschutz Heidekreis“ gegründet wurde. Schwerpunktmäßig soll es um Themen wie die Minderung von umwelt- und klimaschädlichen Treibhausgasen und um Folgen der Nutzung fossiler Energien gehen, so die Initiatoren. Der Verein möchte erreichen, dass der Klimaschutz in der Heidekreis-Region auf privater und kommunaler Ebene „schneller vorankommt“. Aktivitäten, Forschungen und Erfindungen für mehr Klimaschutz sollen deshalb gefördert werden. Gleichzeitig müssen aber auch Maßnahmen zum Schutz vor Naturgefahren wie Dürre, Erosion und Extremwetter entwickelt und getroffen werden.

Bei der Gründungsversammlung wurden Wilfried Stegmann aus Bad Fallingbostel, Ursula Hillmann-Fachinger aus Dorfmark und Peter Förster aus Bomlitz zu Vorsitzenden gewählt. Die Wahl zum Schatzmeister fiel auf Joachim Jaksch, Carmen von Ohlen wurde Schriftführerin, beide kommen aus Dorfmark. Inzwischen ist der Verein im Vereinsregister eingetragen und die Internetseite www.klimaschutz-heidekreis.de ist online. Dort gibt es neben weiteren Infos auch ein Beitrittsformular. Das Finanzamt Soltau hat die Gemeinnützigkeit des Vereins anerkannt, deshalb sind Spenden und der moderate Mitgliedsbeitrag steuerlich abzugsfähig

„Viele unserer Mitglieder engagieren sich gegen die Pläne des kanadischen Konzerns Vermilion Energy, der in Dorfmark, Oerbke, Kroge und Bleckwedel Erdgasbohrungen durchführen will“, so der 1. Vorsitzende Wilfried Stegmann. „Wir möchten in unserer Region aber auch andere Klimaschutz-Themen klarer in die Öffentlichkeit tragen. Mit etwas Glück können wir so der Energie- und Umweltpolitik aus dem Heidekreis überregionale Impulse geben.“ Ursula Hillmann-Fachinger fordert als 2. Vorsitzende einen nachhaltigeren Umgang mit natürlichen Ressourcen. Ihr besonderes Anliegen ist, dass in der Politik die Aufgaben im Klimaschutz und der Klimafolgenanpassung „endlich stärker wahrgenommen“ und gesetzlich verankert werden. „Mit unseren Vereinsaktivitäten wollen wir dafür sorgen, dass deutlich mehr Bewegung in die Klimapolitik kommt. Der Klimawandel darf nicht länger geleugnet werden. Wir sollten unser Möglichstes tun, um auch kommenden Generationen eine lebenswerte und gesunde Umwelt zu erhalten“, so die Dorfmarkerin.

Mit neuen Mitgliedern, Spenden und Projektmitteln sollen die finanziellen Grundlagen für die Vereinsaktivitäten gelegt werden. Zudem hofft der Vorstand, dass durch Neu-Mitglieder auch zusätzliche Ideen und Engagement in die Vereinsarbeit eingebracht werden. Als eine der ersten größeren Veranstaltungen soll der ehemalige Fernsehjournalist und Wissenschaftler Dr. Franz Alt eingeladen werden. Alt ist einer der prominentesten Befürworter der Solarenergie in Deutschland.

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