„Meilenstein auf dem Weg zu einem modernen Gesamtklinikum “

Unterlagen für Förderung eingereicht / HKK-Neubau für 241 Millionen Euro?

„Meilenstein auf dem Weg zu einem modernen Gesamtklinikum “

Lang ist im Vorfeld über einen Neubau des Heidekreis-Klinikums (HKK) diskutiert worden, sein möglicher Standort wurde gar zur Streitfrage. Die wurde schließlich im April des vergangenen Jahres beantwortet: Beim Bürgerentscheid stimmten rund 64 Prozent für den sogenannten Standort „F4“ (HK berichtete). Was dort am Rande von Bad Fallingbostel entstehen soll, das stellten die Verantwortlichen am vergangenen Montag im Rahmen einer Videokonferenz vor: Landrat Jens Grote, HKK-Geschäftsführer Dr. Achim Rogge, und Projektleiter Dietmar Schulz von Archimeda sowie die Architekten von Schweitzer und Partner erklärten in der Informationsveranstaltung für die Abgeordneten des Kreistages, wie die Umsetzung des bereits bekannten Siegerentwurfs des Architektenwettbewerbs im Detail erfolgen könnte. Auf 241 Millionen Euro schätzen die Planer die Kosten für das Bauvorhaben. Die Baufachliche Förderantragsunterlage (FA-Bau) umfasst mehr als 40 Aktenordner und wurde am Mittwoch im Niedersächsischen Landesamt für Bau und Liegenschaften (NLBL) abgegeben.

„Die Abgabe der Förderantragsunterlage ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einem modernen und zukunftsweisenden Gesamtklinikum im Heidekreis“, betonte Grote. „Wir werden die Gespräche mit den für die Entscheidung über die Förderung zuständigen Personen und Stellen nunmehr fortsetzen und sind überzeugt, dass dort bekannt und bewusst ist, wie wichtig das Vorhaben nicht nur für die stationäre Gesundheitsversorgung im Heidekreis ist und dass der Heidekreis wegen der Finanzlage des Kreises eine entsprechend hohe Förderung benötigt. Ich bin davon überzeugt, dass die Planungen auch in Hannover überzeugen werden“, so der Landrat weiter.

Joachim Welp, Leitender Architekt des Neubauprojektes Gesamtklinikum Heidekreis, und sein Kollege Christian Merhof, Prokurist und Architekt der Architektengruppe Schweitzer GmbH und Partner, haben am 26. Januar die Baufachliche Förderantragsunterlage an Baudirektorin Elisabeth Meyer-Pfeffermann, Referatsleiterin Krankenhausbau des NLBL, übergeben. „Insgesamt sind wir mit 44 Aktenordnern nach Hannover gefahren“, beschreibt Welp den „Schwertransport“: „Die Vollausfertigung befindet sich in zwölf gut gefüllten Ordnern, die Kurzausfertigung umfasst vier Ordner. Beide Ausfertigungen sind zweifach an das NLBL übergeben worden. Außerdem hat das HKK als Bauherr eine Vollausfertigung bekommen.“ Eigentlich war eine Ordnerübergabe mit der Geschäftsführung des Heidekreis-Klinikums und dem gesamten Planungsteam in Hannover geplant, „aber aufgrund der hohen Corona-Inzidenzzahlen haben wir uns in Absprache mit dem NLBL dafür entschieden, dass ‚nur‘ unsere beiden hauptverantwortlichen Architekten unsere Förderantragsunterlage Bau abgeben,“ erklärte Rogge. Und der HKK-Geschäftsführer lobte dabei die „hocheffiziente und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ mit Baudirektorin Meyer-Pfeffermann und deren Team: „Wir wissen es sehr zu schätzen, dass sich das NLBL seit Mai 2021 stets Zeit für ausführliche Gespräche, Beratungen und Abstimmungen für unser Neubauprojekt Gesamtklinikum genommen hat.“

Rogge und Grote würdigten beide das Engagement der Projektverantwortlichen, des Planungsteams, der Bauverwaltung sowie der Verantwortlichen und Mitarbeiter des Heidekreis-Klinikums, „die in unzähligen Gesprächen und Arbeitsrunden ihre professionellen Wünsche und Anforderungen an unser neues Gesamtklinikum eingebracht haben“, so der HKK-Chef. Und weiter: „Alle haben einen sehr hohen Arbeitseinsatz, ein riesiges Engagement gezeigt: Es war uns eine Freude, mit Ihnen zusammen unser Gesamtklinikum zu einem perfekt funktionierenden Krankenhaus zu entwickeln.“

Da Präsenzveranstaltungen für die Bevölkerung aufgrund des Pandemiegeschehens weiterhin problematisch sind, wird das Heidekreis-Klinikum die Bevölkerung nun erneut über seinen Facebook-Live-Stream „Klinik im Dialog“ über die aktuellen Entwicklungen im Neubauprojekt Gesamtklinikum informieren. „Der erste Facebook-Live-Stream in 2022 ist für den 8. Februar um 19 Uhr geplant. Als Gäste begrüße ich Landrat Jens Grote, die Architektengruppe Schweitzer GmbH und unseren Projektsteuerer Dietmar Schulz, Firma Archimeda GmbH“, so Rogge: „Wir werden dann gemeinsam vorstellen, wohin wir unser neues Gesamtklinikum planerisch entwickelt haben.“ Selbstverständlich werde der Live-Stream wie stets auch auf YouTube abrufbar sein.

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