Integrierte Regionalleitstelle Lüneburger Heide AöR – so lautet der etwas sperrige Name der Einrichtung, die demnächst bei Notlagen die Einsatzkräfte in einem riesigen Gebiet koordiniert (HK berichtete). Und diese gemeinsame Integrierte Rettungsleitstelle der Landkreise Harburg, Heidekreis, Lüneburg und Rotenburg (Wümme) hat nun einen neuen Geschäftsführer, den die Verantwortlichen des Heidekreis vorstellen: Andreas Wiebusch hat im Mai die Leitung der gemeinsamen Anstalt des öffentlichen Rechts übernommen. „Er steuert die Aufbauphase der neuen Regionalleitstelle am Standort Rotenburg (Wümme) und ist dort für die Vorbereitung und den Start des Echtbetriebs verantwortlich“, so der Landkreis Heidekreis in seiner Mitteilung.
Wiebusch ist mit Aufgaben vertraut, bei denen es gilt, verschiedene Teams zu koordinieren: „Als Bauingenieur mit einem Aufbaustudium in angewandter Informatik bringt Andreas Wiebusch langjährige Erfahrung an der Schnittstelle von Technik, Organisation und IT mit. Er hat in verschiedenen Funktionen Projekte, Teams und Organisationen geleitet und Veränderungsprozesse begleitet. Dabei konnte er Erfahrung sowohl in der freien Wirtschaft als auch mit Verwaltungen und Universitäten sammeln“, stellt der Heidekreis den neuen Geschäftsführer der Regionalleitstelle vor. Passende Fähigkeiten also beim Aufbau der neuen Einrichtung: „Damit bringt er die besten Voraussetzungen für seine neue Position mit, um den Bau des neuen Gebäudes, die Einrichtung der gemeinsamen IT-Struktur und die Steuerung des Personals zu begleiten und zu gestalten und eine zukunftsfähige Notruf- und Einsatzlenkung für die Menschen in den vier Landkreisen zu schaffen“, so die Kreisverwaltung.
Auch der Geschäftsführer selbst blickt der Herausforderung positiv entgegen: „Ich freue mich sehr auf die Aufgabe, gemeinsam mit den vier Landkreisen die neue Integrierte Regionalleitstelle aufzubauen. Eine leistungsfähige Rettungsleitstelle ist ein wichtiger Baustein für die Versorgung der Menschen in Notfällen. Mir ist wichtig, die unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven zusammenzubringen und in einem guten Miteinander eine moderne, verlässliche Struktur für unsere Region zu schaffen“, erklärt Andreas Wiebusch. Bereits seit dem Jahr 2006 arbeitet der Heidekreis mit den Landkreisen Rotenburg (Wümme) und Harburg im Rettungsdienst und Brandschutz in Form eines virtuellen Leitstellenverbundes zusammen, um Servicelevel und Ausfallsicherheit zu verbessern. Lüneburg kam hinzu und so haben die vier Landkreise im Jahr 2024 beschlossen, ihre bisherigen Leitstellen für Rettungsdienst und Feuerwehr in einer gemeinsamen Integrierten Regionalleitstelle zusammenzuführen.
Ein Standortgutachten, das im Mai 2025 in Auftrag gegeben wurde, sollte über den Standort des neuen Gebäudes entscheiden. Basierend auf festgelegten Kriterien wurde aus den Vorschlägen der Landkreise der am besten geeignete Standort ermittelt: Die neue Leitstelle wird in Rotenburg (Wümme), Ortsteil Mulmshorn, gebaut. „Ziel ist es, die Versorgung der Bevölkerung in Notfällen langfristig zu sichern, die Qualität weiter zu verbessern und Ressourcen effizienter einzusetzen“, erklärt der Landkreis Heidekreis.
Und weiter: „Mit der Besetzung der Geschäftsführung ist ein weiterer wichtiger Schritt für den Aufbau der Integrierten Regionalleitstelle getan. In den nächsten Jahren stehen Planung, Bau und Inbetriebnahme der Regionalleitstelle im Mittelpunkt.“