Naturparkregion hofft auf vier Millionen Euro LEADER-Förderung

Regionale Entwicklungskonzept der LEADER-Naturparkregion für die Jahre 2023 bis 2027 fertiggestellt / 40 Vertretererinnen und Vertreter aus der gesamten Region, aus Politik, Wirtschaft und sozialen Bereichen treffen sich zur Übergabe

Naturparkregion hofft auf vier Millionen Euro LEADER-Förderung

Die Naturparkregion Lüneburger Heide möchte auch in den kommenden Jahren weiter LEADER-Region sein und damit europäische Fördermittel in Millionenhöhe in der Region binden. Um erneut vom Land Niedersachsen als LEADER-Region, das heißt als ländliche Region mit Förderbedarf, anerkannt zu werden, wurde das „Regionale Entwicklungskonzept 2023-2027“ erstellt. Gemeinsam mit Beteiligung aller Kommunen im Naturpark, den drei Landkreisen Harburg, Heidekreis und Lüneburg, Vereinen, Verbänden und Bürgerinnen und Bürgern wurden Handlungsfelder, Entwicklungspotenziale und Ziele entwickelt. Nach nunmehr sieben Monaten intensiver Arbeit ist es soweit: Das Regionale Entwicklungskonzept der LEADER-Naturparkregion für die Jahre 2023-2027 ist fertiggestellt.

Bei strahlendem Sonnenschein, einer frischen Brise und perfekter Weitsicht kamen am vergangenen Sonntag rund 40 Mitglieder der LEADER-Aktionsgruppe sowie Gäste aus Politik und Wirtschaft auf dem Heide-Himmel in Hanstedt-Nindorf zusammen. Vom 45 Meter hohen Fernblickplateau wagt Naturpark-Vereinsvorsitzender Olaf Muus einen Ausblick in die LEADER-Zukunft, als er Monika Scherf, Leiterin des Amtes für Regionalentwicklung das Regionale Entwicklungskonzept 2023-2027 überreicht. Erfüllt das Konzept die Anforderungen des Landes Niedersachsen, werden der LEADER-Naturparkregion Lüneburger Heide ab Januar 2023 bis 2027 rund vier Millionen Euro an europäischen Fördermittel zur Verfügung stehen. Diese Mittel stünden dann für Projekte der Kommunen, Vereine und Verbände sowie auch Privatpersonen bereit. Die möglichen Themenfelder für Projekte sowie sämtliche Förderbedingungen sind durch die Region selbst erarbeitet im Regionalen Entwicklungskonzept festgeschrieben. „Dieses Konzept ist unter Einbeziehung vieler Akteure entstanden. Mein Dank gilt allen Bürgerinnen und Bürgern, aber ganz besonders den Mitgliedern unserer Lokalen Aktionsgruppe, die maßgeblich bei der Ausgestaltung beteiligt waren und somit die Grundlage für die EU-LEADER Förderung gelegt haben“. Durch das europäische LEADER-Programm zur Förderung ländlicher Räume profitiert die Region Lüneburger Heide schon seit gut 20 Jahren. Allein in der letzten Förderperiode konnten 75 Projekte mit einem Volumen von allein 2,4 Millionen Euro aus der LEADER Förderung bedacht werden. Zudem konnten weitere Mittel aus EU, Bund, Land und von Stiftungen für die Region eingeworben werden um die nachhaltige Regionalentwicklung in der Naturparkregion voranzutreiben. Dies soll auch in Zukunft so weitergehen.

Muus machte in seinen Ausführungen deutlich, wie wichtig die gemeinsame Entwicklung über Kreisgrenzen aber auch mit den vielen Interessengruppen ist. „Nicht alle haben immer die gleiche Erwartung an die Entwicklung unserer Region“, führt Muus aus. So konnte der Naturpark mit diversen Dialog- und Kommunikationsprojekten wesentlich zur nachhaltigen Entwicklung der Region beitragen und den ein oder anderen Konflikt lösen. Muus dankte allen, die den Naturpark und die LEADER Region aktiv unterstützen: Dazu gehören die Landkreise, Kommunen und Wirtschafts- und Sozialpartner. Gleichermaßen adressierte er seinen Dank an die anwesenden Mitglieder des Bundes- und Landtages, durch deren politische Entscheidungen viele Förderungen erst möglich werden.

Die Leiterin des Amtes für regionale Landesentwicklung freute sich sichtlich über das Engagement der Region. „Die Naturpark-Region arbeitet schon seit vielen Jahren erfolgreich zusammen. Dieser Ort, hier hoch oben über ihrer Region könnte nicht passender sein, für das, was sie gemeinsam in den kommenden Jahren vorhaben“, führte Scherf aus und bedankte sich für das 160 Seiten starke Konzept. Allein im Amtsbezirk Lüneburg gibt es 21 LEADER-Regionen, die derzeit ihre Bewerbungen für die LEADER-Förderung einreichen. Das macht deutlich, wie wichtig dieses EU Programm für die Entwicklung ländlicher Räume ist.

Dass das europäische LEADER-Programm einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung der Landkreise und Kommunen leistet, wurde ebenfalls durch die Beiträge der Landräte Rainer Rempe aus dem Landkreis Harburg, Jens Grote aus dem Heidekreis und dem Ersten Kreisrat, aus dem Landkreis Lüneburg, Jürgen Krumböhmer mehr als deutlich. Landrat Rempe führte aus, dass LEADER wesentlich zur Qualifizierung der gesamten Region beigetragen habe. Das gelte gleichermaßen für die Menschen, die hier leben, wirtschaften oder sich hier erholen wollen. So sei auch dieser fantastische Ausflugsort, der Heide-Shuttle oder andere touristischen Hotspots durch den Naturpark Lüneburger Heide angeschoben worden.

Auch Jens Grote, Landrat des Heidekreises, blickt der LEADER-Zukunft sehr hoffnungsfroh entgegen und machte deutlich, dass die Zusammenarbeit in der kreisübergreifenden Naturparkregion außerordentlich erfolgreich und zukunftsweisend sei. Er freue sich, dass er und sein Team diesen Prozess mit unterstützen können.

Mit dem fertiggestellten Entwicklungskonzept wurden auch schon erste Starterprojekte auf den Weg gebracht. Schon in der vergangenen Woche hatte die Lokale Aktionsgruppe in ihrer 23. LEADER-Sitzung über die Förderung von zwei Projekten beraten und diese beschlossen. So wird, sobald das Konzept durch das Land genehmigt ist, das regionsübergreifende Projekt „ Uns geht die Luft nicht aus“ umgesetzt und es sollen 65 Fahrradservicestationen für die Naturparkregion entstehen.

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