„Heide-Shuttle ist gelebte Wirtschaftsförderung“

Ringbuslinie für Touristen und Einheimische startet in 14. Saison: Vom 15. Juli bis 15. Oktober ist der Heide-Shuttle wieder auf vier Strecken unterwegs

„Heide-Shuttle ist gelebte Wirtschaftsförderung“

Nach wie vor für Fahrgäste kostenfrei und auf insgesamt vier Ring-Strecken unterwegs, steuert der Heide-Shuttle vom 15. Juli bis zum 15. Oktober wieder zahlreiche Ziele im Gebiet des Naturparks Lüneburger Heide an. Bis auf einige neue Haltestellen gibt es 2019 also wenig Änderungen - eine jedoch galt es gleich bei der Saisoneröffnung zu beachten: die aktuelle Vollsperrung auf dem Weg von Soltau nach Neuenkirchen. Somit mußten einige der zahlreichen Gäste aus Politik und Verwaltung sowie den Bereichen Touristik und Verkehr die Baustelle umfahren, um zur Feier auf den Schäferhof des „Schnuckendorfes“ zu gelangen. Dort fiel am vergangenen Dienstag, 9. Juli, der offizielle Startschuß für die diesjährige Saison der beliebten Busverbindungen. Die seien „gelebte Wirtschaftsförderung für die Region“, lobte Oliver Schulze: „Der Heide-Shuttle ist immer noch ein tolles Konzept und ein attraktives Mobilitätsangebot für Einheimische und Gäste“, so der Erste Kreisrat weiter.

Für die Ringbuslinie sei es bereits die 14. Saison, „darum sind so viele ‚alte Hasen‘ bei der Eröffnung dabei“, begrüßte Neuenkirchens Bürgermeister Carlos Brunkhorst die Gäste: „Neuenkirchen ist zum fünften Mal Teilnehmer in Ring 4, und wir freuen uns sehr über die Anknüpfung, denn es ist eine tolle Verbindung für Besucher, die so - gern auch mit Fahrrädern - unter anderem den Schäferhof ansteuern können.“ Ihre „Drahtesel“ können Nutzer des Heide-Shuttles nämlich dieses Jahr wieder bequem transportieren, und zwar auf dem Fahrradanhänger des Busses.

Der chauffiert Touristen und Einheimische dann an besondere Orte oder zum Startpunkt einer Rad- und Wandertour. „Dadurch können sie die Schönheiten unserer Natur und außergewöhnlichen Kulturlandschaft sowie das touristische und gastronomische Angebot über ein beispielhaftes öffentliches Nahverkehrsangebot im ländlichen Raum erleben“, so Hilke Feddersen. Die Geschäftsführerin des Vereins Naturparks Lüneburger Heide konnte zusammen mit Schulze und Brunkhorst bei der Feierstunde auf dem Schäferhof auch die hiesigen Landtagsabgeordneten Sebastian Zinke (SPD) und Detlev Schulz-Hendel (Bündnis 90/Die Grünen) begrüßen. Sie alle lobten in ihren Reden die erfolgreiche und dauerhafte Kooperation zwischen dem Naturpark Lüneburger Heide, insgesamt 15 Kommunen, den zwei Landkreisen Harburg und Heidekreis, diversen Tourismusakteuren und den Verkehrsplanern sowie der Verkehrsgemeinschaft Heidekreis. „Wir freuen uns auf weitere gute Zusammenarbeit“, so Schulze. Der Erste Kreisrat hob das Shuttle zudem als interkommunales Projekt hervor, das über die Kreisgrenzen hinaus bestens funktioniere, „und Besucher die von weiter entfernten Zielen hierher kommen, interessieren kommunale Grenzen ohnehin nicht.“

Der Heide-Shuttle sei längst eine feste Größe im Naturpark, „er ist ein Alleinstellungsmerkmal weit über die Region hinaus, das Vorbild vieler anderer Freizeitbusse und hier nicht mehr wegzudenken“, betonte Feddersen hervor. Allein 2018 verzeichnete die Linie gut 51.000 Fahrgäste. Das unterstreiche auch den Umweltaspekt, „wenn so viele Besucher mit dem Bus anreisen und nicht mit dem eigenen Auto“, so Schulze. Dies sei somit eine gute Möglichkeit für „sanften Tourismus“, ergänzte Zinke. Und Schulz-Hendel wünschte sich, den Heide-Shuttle zukünftig, vielleicht über einen fünften Ring, direkt mit dem Landkreis Lüneburg zu verbinden.

Doch bis dieser Wunsch in Erfüllung geht, kreisen die Busse noch auf vier Ringen täglich fünf- bis sechsmal durch den Naturpark und steuern rund 70 Haltestellen zwischen Buchholz in der Nordheide und Soltau an. Jeder der barrierearmen Niederflurbusse ist mit einem Anhänger ausgestattet, auf dem bis zu 16 Fahrräder Platz finden. Entlang der einzelnen Ringlinien gibt es eine Fülle an Naturwundern, Ortschaften und Ausflugszielen, die einen Besuch lohnen. Die Kombination mit einer Wander- oder Radtour auf ausgewiesenen Wegen sowie einem Ausflug mit der Kutsche ist an vielen Haltestellen möglich.

Für die An- und Abreise haben die Fahrgäste Anschluß an die Bahn, und zwar an den Erixx in Schneverdingen (Ring 1 und 4), Wintermoor (Ring 1 und 2), Handeloh (Ring 2) und Soltau (Ring 4) sowie an den Metronom in Tostedt (Ring 2) und Buchholz (Ring 3). Um den Blick über die Region hinaus zu erleichtern, gibt es Verknüpfungen mit dem Lüneburger Heide-Radbus und dem Regionalpark-Shuttle ab Buchholz. Die Verbindung gen Norden zum Elb-Shuttle ist durch eine ausgeschilderte Radroute entlang der Seeve möglich.

Neu in der aktuellen Saison: Die Heide-Shuttle-Haltestelle „Horst, Ort“ in Schneverdingen am Ring 2 ist neu eingerichtet, und in den kommenden Wochen werden Shuttle-Hinweisschilder am Bahnhof Buchholz aufgestellt. Aufgrund der baustellenbedingten Vollsperrung zwischen Neuenkirchen und Soltau gilt bis einschließlich 11. August folgende Einschränkung: Auf dem Ring 4 entfällt die Haltestelle „Neuenkirchen, Schützenhalle“, dafür wurde etwa 900 Meter entfernt die Ersatzhaltestelle „Brombeerweg“ eingerichtet. Ein entsprechender Hinweis ist bei der Haltestelle „Schützenhalle“ vorhanden. Zudem entfällt die Haltestelle „Leverdingen-West“ für diesen Zeitraum ersatzlos.

Gleich am 15. Juli beginnt dann zum dritten Mal eine Fahrgastumfrage im Heide-Shuttle. Mit einigen Fragen möchten die Heide-Shuttle-Organisatoren aus dem Naturpark Lüneburger Heide die Zufriedenheit der Fahrgäste sowie Aussagen zum Aufenthalt und Verhalten in der Region erfragen. Die Teilnahme ist vom 15. Juli an zudem online freigeschaltet, so daß die Fahrgäste sich auch so an der Umfrage beteiligen können. Infos und der Fahrplan sind unter www.heide-shuttle.de zu finden. Die Fahrpläne liegen außerdem in allen Tourist-Informationen der Region aus.

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