Neuer Aufsichtsrat des HKK

Heidekreis-Klinikum: Mitglieder des Gremiums nehmen Arbeit auf

Neuer Aufsichtsrat des HKK

Am gestrigen Donnerstag tagte der Aufsichtsrat des Heidekreis-Klinikums (HKK) zum ersten Mal: „Der Kreistag hatte am 5. November Tino Albeshausen (CDU), Tatjana Bautsch (SPD), Dr. Ronald Begemann (CDU), Metin Colpan (SPD), Otto Elbers (FDP/BU), Ellen Gause (Grüne), Gerhard Meyer (CDU) und Sebastian Zinke (SPD) entsandt. Hinzu kommen als Vertreterinnen und Vertreter der Mitarbeitenden in der Heidekreis-Klinikum gGmbH und den Töchtergesellschaften MVZ und HDG: Anke Wolters-Rengstorf, Michael Back und Oliver Schwarz. Auch der Landrat gehört dem Aufsichtsrat des HKKs an: Jens Grote stellte sich, wie bereits von ihm während seiner Bewerbung als Landrat angekündigt, für den Vorsitz zur Wahl - und wurde in dieser Position einstimmig bestätigt“, so die anschließende Mitteilung des HKK. Ebenso einstimmig gewählt wurde Sebastian Zinke zum Stellvertreter des Vorsitzenden. „Nach einer Anpassung des Gesellschaftervertrags wird ein/e weitere/r Stellvertrende/r gewählt werden.“

Grote ging beim Pressetermin noch einmal auf die Aufgaben des Aufsichtsrates ein: „Als Kontrollorgan treffen wir im vertrauensvollen Zusammenwirken mit dem Geschäftsführer des HKK, Dr. Achim Rogge, Entscheidungen zur Entwicklung und strategischen Ausrichtung des Klinikums. Dabei dürfen weder parteipolitische noch persönliche Interessen eine Rolle spielen oder die Entscheidungen beeinflussen. Es gilt, sich den Herausforderungen zu stellen, vor denen das Heidekreis-Klinikum - wie auch jede andere Klinik in Deutschland - steht. Gemeinsam mit Geschäftsführung und allen Mitarbeitenden geht es darum, die Zukunft des Klinikums aktiv zu gestalten.“ Grundsätzlich müssen alle Aufsichtsratsmitglieder unter anderem über vertrauliche Berichte und Beratungen Verschwiegenheit wahren, haben gegebenenfalls ein Mitwirkungsverbot und sind zu Sorgfaltspflicht und Verantwortlichkeit verpflichtet. Als Aufsichtsratsvorsitzender ist Landrat Grote erster Ansprechpartner für die Gesellschafter, sollte es zum Beispiel zu schwierigen wirtschaftlichen Fragen während der Durchführung der Jahresabschlussprüfung kommen.

Apropos wirtschaftliche Fragen: „Dem Aufsichtsrat und unserem neuen Vorsitzenden, Landrat Jens Grote, habe ich in dieser ersten konstituierenden Sitzung den Wirtschaftsplan 2022 vorgestellt,“ so der Geschäftsführer des Heidekreis-Klinikums. „Ich konnte außerdem die freudige Tendenz, den laufenden Wirtschaftsplan 2021 mehr als nur zu erfüllen, unserem neuen Aufsichtsrat mitteilen. Die bisherigen Zahlen des Jahres 2021 zeigen auch in diesem Jahr wieder eine positive Tendenz. Wir gehen davon aus, dass wir unser Ergebnis auch in diesem Jahr erneut deutlich verbessern werden. Diese positive Entwicklung zeigt, dass das Entwicklungs- und Sanierungskonzept weiterhin greift - und sich die Heidekreis-Klinikum gGmbH beständig auf dem Weg in eine stabile wirtschaftliche Zukunft ist“, meint Rogge.

Während der ersten Sitzung gab der HKK-Geschäftsführer auch einen Einblick auf die Einschätzung des Corona-Krisenstabs des Heidekreis-Klinikums auf die sogenannte vierte Welle: „Wir haben uns seit Frühjahr 2020, als Covid-19 nach Deutschland kam, immer besser aufgestellt, haben stets dazu gelernt. Heute sind wir sehr sicher im Umgang mit dem Virus. Wir sind vorbereitet, wir wissen, was auf uns zukommen kann, wir haben bereits erprobte Konzepte, auf die wir jederzeit zugreifen können. Schon in den vergangenen ‚Wellen‘ war das HKK jederzeit handlungsfähig. Alle Mitarbeitenden, die gesamte Belegschaft des Heidekreis-Klinikums - insbesondere natürlich unsere Ärztinnen und Ärzte und unsere Pflegenden - waren und sind immer für die uns anvertrauten Patientinnen und Patienten da!“ Bis Ende September 2021 seien insgesamt 295 Corona-Patienten an beiden Standorten behandelt worden, so Rogge: „Von diesen Patienten mussten insgesamt 78 Menschen intensivmedizinisch betreut werden.“ Heute seien es drei an COVID-19 erkrankte Personen, die im HKK Walsrode behandelt werden, eine davon auf der Intensivstation.

„Unser medizinisch-pflegerisches Personal, dem ich auch an dieser Stelle nochmals ausdrücklich für ihren großen Einsatz danken möchte - ist gut aufgestellt. Dennoch appellieren auch wir als HKK eindringlich an alle Menschen: Lassen Sie sich impfen. Nutzen Sie das Angebot einer Auffrischimpfung, lassen Sie sich ‚boostern‘! Lassen Sie uns dieses Virus eindämmen. Ich bin überzeugt, dass wir alle uns unsere ‚frühere‘ Normalität zurückwünschen: Hier im HKK natürlich aus beruflicher Sicht, aber auch als Privatpersonen“, so der Aufruf des Geschäftsführers.

Landrat Jens Grote unterstützt den Appell: „Der Heidekreis ist wochenlang mit geringen Corona-Infektionen in der Statistik positiv aufgefallen. Auch ich bitte Sie: Lassen Sie sich impfen, halten Sie Abstand, tragen Sie Maske - Jede und jeder trägt dazu bei, gemeinsam das Infektionsgeschehen zu entschärfen. Helfen Sie mit, indem Sie Ihren Beitrag dazu leisten, damit wir positiv durch negative Testergebnisse auffallen. Als Heidekreis tun wir unser Bestes, Impfangebote über mobile Impfteams zu stellen und auszubauen.“

Ein weiteres Thema in der Aufsichtsratssitzung war laut der Mitteilung des HKK auch der geplante Neubau des Gesamtklinikums in Bad Fallingbostel. Dr. Rogge berichtete an den Aufsichtsrat, dass sämtliche Abgabetermine eingehalten wurden - und werden: „Die Detailplanungen schreiten voran, momentan stehen Entscheidungen über die Außenfassade an, die so klimaresilient wie möglich sein soll. Das heißt: Wir wünschen eine robuste Außenfassade, die veränderbar ist, sprich schnell an neue Bedingungen angepasst werden kann und so viele ökologisch wichtige Aspekte beinhaltet, wie möglich.“ Es sei geplant, Ende Januar der Bevölkerung ein 3-D-Modell des Gesamtklinikums mit seiner neuen Fassade zeigen zu können. Es ist mir sehr bewusst, dass die Menschen im Heidekreis so viel Informationen wie möglich zum Thema Gesamtklinikum erwarten und auch erwarten dürfen. Leider macht die Pandemie erneut keine öffentlichen Veranstaltungen möglich. Deshalb wird es zeitnah erneut einen Live-Stream auf Facebook geben, der zeitgleich auf YouTube ausgestrahlt wird und dort auch nach dem Live-Talk verfügbar ist“, ergänzt der Landrat.

Fünf Jahre lang wird der Aufsichtsrat jetzt das Heidekreis-Klinikum auf seinem Weg in die Zukunft begleiten und auch wegweisende Entscheidungen treffen. Grote und Rogge sind sicher: „Es liegt noch ein langer Weg vor uns, aber wir haben heute beschlossen, dass wir uns gemeinsam auf diesen Weg machen, das HKK zukunftsfähig aufzustellen: So dass wir am Ende dieses Weges ein neues Gesamtklinikum in Bad Fallingbostel, ausgebaute medizinischer Versorgung in den Städten Soltau und Walsrode - und dem Ausbau der Altstandorte zu Einrichtungen der Kurz- und Dauerpflege vorfinden.“

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