Pieper befürchtet „existenzgefährdende Härte für Grünlandbetriebe“

CDU-Landtagsabgeordnete: „Auch die bäuerliche Landwirtschaft im Heidekreis würde das empfindlich treffen“

Pieper befürchtet „existenzgefährdende Härte für Grünlandbetriebe“

Das Niedersächsische Umweltministerium hat aufgrund des EU-Vertragsverletzungsverfahrens einen Vorschlag für die sogenannten „Roten Gebiete“ an die Bundesregierung gemeldet. Das Bundesumweltministerium hat daraufhin gemeinsam mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium der EU-Kommission am 18. Februar ein neues Verfahren zur Gebietsausweisung vorgelegt. Die nun an den Bund gemeldeten Flächen beziehen mehr als 150.000 Hektar bisher ausgeschlossenes Grünland ein. CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper befürchtet nun, dass die Aufgabe des emissionsbasierten Ansatzes in den Verhandlungen mit Brüssel „zu einer existenzgefährdenden Härte für Grünlandbetriebe führt.“ Auch die bäuerliche Landwirtschaft im Heidekreis würde das empfindlich treffen.

In dieser Größenordnung Grünland als „Rote Gebiete“ auszuweisen, sei Landwirtinnen und Landwirten nicht mehr zu erklären, so die Christdemokratin. Dabei beklagt sie „eine mangelnde Unterstützung innerhalb der neuen Bundesregierung für die Interessen der niedersächsischen Landwirte.“

Die EU-Nitratrichtlinie zum Schutz des Grundwassers schreibt einen Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter Grundwasser vor. Bei Überschreitung darf nur noch 20 Prozent unterhalb des eigentlichen Bedarfs gedüngt werden.

„Ich unterstütze die Forderung und den Einsatz unserer Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast auf Bundesebene, bei der Ausgestaltung der novellierten Düngeverordnung die Grünlandbetriebe von den Restriktionen in den ‚Roten Gebieten‘ auszunehmen“, betont Pieper. Und weiter: „Der flächendeckende Schutz des Grundwassers hat für uns höchste Priorität. Unsere Landwirtinnen und Landwirte haben große Anstrengungen unternommen, die Nährstoffeinträge zu verringern, auch außerhalb der ‚Roten Gebiete‘. Wir sind mit unseren Maßnahmen auf dem richtigen Weg, wie der Nährstoffbericht 2020/2021 mit einem weiteren deutlichen Rückgang zeigt.“

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