Polizei kontrolliert sogenannte „Autoposer“ - auch im Heidekreis

Polizeiinspektion Heidekreis beteiligt sich an landesweiter Aktion

Polizei kontrolliert sogenannte „Autoposer“ - auch im Heidekreis

Unter Koordination des Landeskriminalamtes Niedersachsen und in gemeinsamer Abstimmung mit den niedersächsischen Polizeidirektionen stand am vergangenen Freitagabend, 17. September, eine landesweite Kontrollaktion auf dem Programm. „Proaktive Kontrollaktion Autoposer“ (PROKA) nannte sich dieser landesweite sogenannte „Joint Action Day“. Anlass der Kontrollen war die Feststellung der Polizei, „dass sogenannte ‚Autoposer‘ häufig Akteure aus dem kriminellen Milieu oder kriminellen Clanstrukturen sind.“

„Es ist zunehmend festzustellen, dass die Verkehrssicherheit unter dem Verhalten von Verkehrsteilnehmern, die sich grob verkehrswidrig vorsätzlich über alle Regeln hinwegsetzen und mit hochmotorisierten Fahrzeugen den Straßenverkehr als ihre Bühne nutzen, leidet“, so ein Polizeisprecher. Zur „ganzheitlichen und umfassenden Bekämpfung der Clankriminalität“ habe es daher den ersten von weiteren landesweiten Kontrolltagen gegeben.

Die Polizei des Heidekreises beteiligte sich an dieser Aktion und führte in der Zeit zwischen 18 und 3 Uhr Kontrollen im gesamten Kreisgebiet durch, bei denen insgesamt 38 Fahrzeuge zielgerichtet angehalten und überprüft wurden. 26 dieser Fahrzeuge waren laut Polizeibericht „ohne Beanstandungen, acht der 38 den ‚Autoposern‘ zuzuordnen.“

Die eingesetzten Beamtinnen und Beamten ahndeten insgesamt eine Vielzahl von Ordnungswidrigkeiten und stellten darüber hinaus einen gefälschten Führerschein sicher. Außerdem waren zwei der Fahrzeugführer ohne Fahrerlaubnis unterwegs, also nicht im Besitz eines Führerscheins.

Bei einem Fahrzeug, das eher der „Tuning-Szene“ zuzuordnen war, stellten die Kontrolleure verschiedene technische Veränderungen an Fahrwerk, Felgen und Spurplatten fest, die vor Gebrauch hätten vom TÜV angenommen werden müssen. Ein Erlöschen der Betriebserlaubnis war die Folge. „Die gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich der ‚Autoposer‘ werden nun ausgewertet“, heißt es im Polizeibericht.

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