Polizei setzt Bodycams ein

Erste Körperkameras auf Dienststellen im Heidekreis verteilt

Polizei setzt Bodycams ein

Ab sofort setzt die Polizeiinspektion Heidekreis flächendeckend Körperkameras, sogenannte Bodycams ein. „Die ersten Geräte sind auf den Dienststellen verteilt worden, die Beamtinnen und Beamten wurden beschult“, erklärt Polizeisprecher Olaf Rothardt.

Vor rund drei Jahren hatte das Land Niedersachsen einen Testlauf gestartet, „mit dem Ergebnis, dass Körperkameras grundsätzlich eine deeskalierende Wirkung haben“, wie Rothardt erläutert. „Der Einsatz der Bodycam kommt im Wesentlichen als präventivpolizeiliche Maßnahme zur Anwendung.“ Einsatzkräfte sollen in Zukunft ihr Vorgehen dokumentieren und insbesondere auf diese Weise besser vor Übergriffen geschützt werden.

„Polizeiliches Ziel ist es dabei, den Verlauf von polizeilichen Einsatzlagen über den Einsatz von Bodycams zu deeskalieren“, so Rothardt. „Angesichts der steigenden Zahlen von Widerstandshandlungen und Gewaltdelikten, mit denen Polizeivollzugsbeamtinnen und Polizeivollzugsbeamte konfrontiert werden, wird der Einsatz der Bodycam als ein ergänzendes Element der polizeilichen Eigensicherung in Betracht gezogen.“

Der Einsatz der Kamera wird dabei durch das Niedersächsische Polizeigesetz gestützt. „Die Bildaufzeichnung mittels Bodycam erfolgt nicht permanent, sondern nur anlassbezogen bei Auslösen durch den kameraführenden Polizeibeamten und wird so auf ein notwendiges Maß beschränkt“, meint der Polizeisprecher.

In der Praxis soll der Träger oder die Trägerin - bevor das Gerät eingeschaltet wird - den Betroffenen darauf hinweisen, dass die Situation aufgezeichnet wird. Die Aktivierung der Aufzeichnung wird zusätzlich optisch signalisiert. „Die kameraführenden Beamten tragen grundsätzlich den Schriftzug ‚Videoaufzeichnung‘ an der Uniform, um die Erkennbarkeit des Einsatzes von Videotechnik für unbeteiligte Dritte sowie betroffene Personen zu gewährleisten“, weist Rothardt hin.

Alle Videoaufzeichnungen, die mit der Bodycam erstellt werden, werden grundsätzlich für sechs Wochen gesichert und nach Ablauf dieser Frist „automatisch und irreversibel“, so der Polizeisprecher, gelöscht. Allerdings beträfe dies nicht zur Strafverfolgung und zur Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten relevante Daten.

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