Projekt liegt im Zeitplan

Heidekreis-Klinikum zum weiteren Ablauf des Vorhabens

Projekt liegt im Zeitplan

Während sich das Bürgerbegehren zum Standort eines neuen Heidekreis-Klinikums (HKK) auf der einen Seite auf verwaltungsrechtliche Auseinandersetzungen vorbereitet und sich mit Ermittlungen wegen Urkundenfälschung (HK berichtete) auseinandersetzen muss, vermeldet auf der anderen Seite das HKK in einer Mitteilung, dass die Planungen für das Gesamtklinikum im Zeitplan lägen.

„Der Architektenwettbewerb ist in vollem Gange, die Auslobung ist veröffentlicht“, so HKK-Geschäftsführer Dr. Achim Rogge. Die dingliche Sicherung des Standortes des neuen Klinikums westlich von Bad Fallingbostel sei erfolgt, ebenso sei der städtebauliche Vertrag zwischen HKK und der Stadt Bad Fallingbostel unterzeichnet worden. Somit werde jetzt der Flächennutzungs- und Bebauungsplan für das Grundstück erstellt. „Es besteht die vom Sozialministerium geforderte Planungssicherheit“, so Rogge weiter.

Momentan entwerfen insgesamt 16 Architekturbüros das neue Gesamtklinikum für den Heidekreis. Ende Februar 2021 müssen die Wettbewerbsarbeiten abgegeben sein. Alle Architekten haben eine Auslobung erhalten, die unter anderem drei Leitprinzipien enthält:

• Hohes Maß an Patientensicherhei - das heißt gute Orientierung, klare Gliederung, schnelle Reaktionszeit bei Notfällen, verbesserte interdisziplinäre Zusammenarbeit, verbesserte Möglichkeiten des Infektionsschutzes.

• Mitarbeiterorientierung - das heißt optimale Arbeitsbedingungen durch verbesserte Gebäudestrukturen, moderne Pflegekonzepte mit kurzen Wegen, entlastende Versorgungskonzepte, Möglichkeit für Rückzug und Privatsphäre.

• Hohe Funktionalität des Krankenhauses - das heißt idealtypische Anordnung der klinischen Bereiche und Abteilungen in den Ebenen und in der Anordnung der Räume zueinander.

„Wir haben in der Vorbereitung der Planung alle Mitarbeitenden-Gruppen befragt und ihre Anforderungen strukturiert in unser Anforderungsprofil an die Architektenbüros aufgenommen“, so Dr. Hartwig Jaeger, Geschäftsführer der Archimeda, der das Betriebsorganisationskonzept erarbeitet hat. „Dieser Neubau soll ganzheitlich gebaut werden: stark patienten- und personalorientiert, aber auch mit ökologischem Anspruch. Außerdem soll das neue Klinikum auch im Bereich der Entwicklung von Infektionskrankheiten ein hohes Maß an Sicherheit bieten - nicht nur für die Patientinnen und Patienten, sondern auch für die Mitarbeitenden. Wir erwarten Konzepte, in denen wertbeständige und umweltverträgliche Materialien verwendet werden, die eine hohe Lebensdauer des Neubaus garantieren und in Bezug auf Betriebs- und Unterhaltskosten besonders wirtschaftlich sind. Für Flachdächer haben wir eine Dachbegrünung gewünscht.“

Ein Gesamtklinikum, in dem sich Patienten, Mitarbeitende und Besucher wohlfühlen, solle entstehen, heißt es in der Mitteilung weiter. Zum weiteren Ablauf meint Rogge: „Ab Ende Februar 2021 liegen alle 16 Vorschläge vor und werden von Sachverständigen vorgeprüft. Ende März 2021 wird das Preisgericht entscheiden, welches Architekturbüro die Auslobung gewinnt. Bis September 2021 wird dann die Förderantragsunterlage Bau beim Sozialministerium eingereicht. Die entscheidende Planungsausschusssitzung über die definitive Höhe der Fördermittel findet im 1. Quartal 2022 statt.“

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