Projekt „Räderwerk“: Rund 180 Kräfte im Heidekreis im Einsatz

Autohändler, Gastronomiebetriebe, Hotels, Imbisse, Wettbüros und ein Bordell unter die Lupe genommen

Projekt „Räderwerk“: Rund 180 Kräfte im Heidekreis im Einsatz

Es drehte sich erneut, das „Räderwerk“: Rund 180 Einsatzkräfte überprüften am gestrigen Mittwoch, dem 13. Juli, von morgens bis in den späten Abend hinein insgesamt 23 Objekte im Heidekreis, darunter Autohändler, Gastronomiebetriebe, Hotels, Imbisse, Wettbüros und ein Bordell. „Das Großaufgebot von Polizei, Zoll, Landkreis und Finanzbehörden war dabei in den Städten Bad Fallingbostel, Walsrode, Soltau, Schneverdingen und Munster insbesondere auf dem finanzbehördlichen Sektor aktiv“, teilt die Pressestelle der Polizeiinspektion (PI) Heidekreis mit: „Bereits bewährt, ebnete die Polizei des Heidekreises mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei im Rahmen der Amtshilfe den Weg für eine geschützte Kontrollatmosphäre.“

Bei den Überprüfungen haben die Ermittlerinnen und Ermittler laut PI Heidekreis mehrere 10.000 Euro sowie einen Pkw der Marke BMW und einen weiteren Fahrzeugbrief sichergestellt. Weitere Untersuchungen dauerten an. Darüber hinaus hätten die Einsatzkräfte eine sich hier illegal aufhaltende Person sowie vier Verstöße wegen illegaler beziehungsweise unerlaubter Arbeitsaufnahme verzeichnet, weiterhin „diverse baurechtliche Verstöße.“

„Ein Wettbüro hatte keine Betriebsgenehmigung. Es wurden insgesamt 59 Identitäten überprüft, 70 Datenabgleiche durchgeführt sowie sieben Personen, drei Wohnungen und ein Unternehmen durchsucht“, heißt es im Polizeibericht. Und weiter: „Bei der Überprüfung einer Bar und eines Bordells ergaben sich Verdachtsmomente illegaler Prostitution. Im Bordell wurde die Kontrolle durch das Verschließen von Türen erschwert, so dass die Türen zwangsweise geöffnet werden mussten. Zu weiteren nennenswerten Zwischenfällen kam es nicht. Die Maßnahmen waren gegen 23.50 Uhr beendet.“

„Räderwerk“ steht für einen Zusammenschluss verschiedenster Behörden und Entscheidungsträger im Heidekreis, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, „in einem ganzheitlichen Bekämpfungsansatz eng vernetzt neben der Rockerkriminalität ebenso gegen kriminelle Familienstrukturen und organisiertes Verbrechen konsequent vorzugehen.“

Die Kooperationspartner wollen diesem Phänomen, „das unter anderem durch Ablehnung bestehender Normen und Gesetze sowie kriminelles Verhalten gekennzeichnet ist, offen und entschlossen bei niedriger Einschreitschwelle entgegentreten.“

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