Pumas, Leoparden und 1.200 Soldaten beim „tapferen Löwen“ | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Übung „Brave Lion 2026“ ab 24. Januar auch im Heidekreis

Pumas, Leoparden und 1.200 Soldaten beim „tapferen Löwen“

Leoparden, Pumas und andere „Raubkatzen“ werden im Zeitraum vom 24. Januar bis zum 5. Februar dieses Jahres verstärkt in „freier Wildbahn“ im Raum Lüneburg, Uelzen, Celle und im Heidekreis „auf die Jagd“ gehen. Nicht etwa auf leisen Pfoten, sondern auf Ketten, Rädern und mit dröhnenden Motoren. Dann nämlich steht die Gefechtsübung „Brave Lion 2026“ (deutsch: Tapferer Löwe) auf dem Plan – und Panzer und Fahrzeuge der Bundeswehr haben traditionell Tiernamen. Die Panzerbrigade 12 „Oberpfalz“ trainiert in diesen beiden Wochen intensiv für den Ernstfall, wobei insbesondere in den Bereichen Munster und Bergen geübt wird.

„Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt auf der realitätsnahen Übung militärischer Abläufe, insbesondere auf dem schnellen Zusammenwirken von Aufklärung und Artilleriewirkung. Erkannte Ziele sollen zügig gemeldet und innerhalb weniger Minuten wirksam bekämpft werden können“, erklärt eine Presseoffizierin der Bundeswehr. An der Übung seien unter anderem Kräfte des Aufklärungsbataillons 8, des Panzerartilleriebataillons 131 sowie des Versorgungsbataillons 4 beteiligt. „An der Übung nehmen rund 1.200 Soldatinnen und Soldaten teil. Zum Einsatz kommen etwa 280 Rad- und Kettenfahrzeuge. Zusätzlich ist im Übungszeitraum mit militärischem Flugbetrieb zu rechnen“, so die Sprecherin weiter.

Im genannten Zeitraum könne es „insbesondere in ländlichen Bereichen zu verstärkten militärischen Fahrzeugbewegungen, erhöhter Geräuschentwicklung – auch in den Abend- und frühen Morgenstunden – sowie zu militärischem Flugbetrieb kommen“, teilt das Heer mit. Militärische Kräfte bewegten sich dabei sowohl auf öffentlichen Straßen als auch im Gelände. Übungsmunition komme ausschließlich in dafür vorgesehenen Bereichen zum Einsatz.

Weil Leoparden, Pumas & Co. nicht nur auf den Übungsplätzen ihre Krallen ausfahren werden, sondern darüber hinaus von A nach B kommen müssen, bittet die Bundeswehr Bürgerinnen und Bürger um Verständnis und Rücksichtnahme. „Die Sicherheit der Bevölkerung hat jederzeit höchste Priorität. Alle Übungsvorhaben erfolgen unter strikter Beachtung der geltenden Sicherheits-, Verkehrs- und Umweltschutzbestimmungen sowie in enger Abstimmung mit den zuständigen zivilen Behörden“, heißt es in einer Mitteilung des Heeres.

Hoch konzentriert müssen aber auch die sogenannten „Zwölfer“ zu Werke gehen: Die Panzerbrigade 12 „Oberpfalz“ ist die schwere Brigade Süddeutschlands, im bayerischen Cham stationiert und der 10. Panzerdivision unterstellt. Ihr Kernauftrag ist, wie auf der Internetseite des Heeres zu lesen ist, „der Kampf im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung.“ Deutschland stellt der NATO seit dem 1. Januar vergangenen Jahres mit der 10. Panzerdivision eine einsatzbereite mechanisierte Heeresdivision zur Verfügung. Die Panzerbrigade 12 und die ihr unterstellten Bataillone sind damit innerhalb kurzer Vorwarnzeit verlege- und einsatzfähig. Ziel der Übung „Brave Lion 2026“ ist neben der Ausbildung auch die Überprüfung eben dieser hohen Einsatzbereitschaft. Zudem ist sie Teil der fortlaufenden Maßnahmen zur angestrebten „Herstellung der Kriegstüchtigkeit bis 2029“.

Die seit 1959 bestehende Panzerbrigade 12 „Oberpfalz“ ist laut ihrer Führung befähigt, „hochintensive Gefechte zur Landes- und Bündnisverteidigung zu führen.“ Sie verfügt über die neuesten Versionen des Kampfpanzers Leopard 2 und des Schützenpanzers Puma. Die Panzerbrigade 12 ist auf sieben Standorte in den bayerischen Regierungsbezirken Oberpfalz, Niederbayern und Oberbayern sowie einen Standort in Baden-Württemberg verteilt. Nun werden die Soldatinnen und Soldaten im Norden der Republik unter Beweis stellen müssen, dass sie mit der geforderten Einsatzbereitschaft aufwarten können.