„Räderwerk“ erneut im Einsatz

Gastronomische Betriebe im Heidekreis überprüft

„Räderwerk“ erneut im Einsatz

Mit 170 Einsatzkräften haben die Beteiligten des Projekts „Räderwerk“ am vergangenen Donnerstagabend unangekündigt mehrere gastronomische Betriebe in sieben Orten des Landkreises Heidekreis überprüft - nicht einmal eine Woche, nachdem unter anderem Friseure, Hotels und KraftfahrzeugHändler innerhalb und außerhalb des Landreises Heidekreis unter die Lupe genommen worden waren.

„Am Donnerstag gegen 20 Uhr wurden Vertreter von Polizei, Zoll, Finanzbehörden und Kommunen nun auch in Restaurants, Shisha- und Cocktail-Bars, Grills und anderen gastronomischen Betrieben in Soltau, Schneverdingen, Bispingen, Munster, Neuenkirchen, Bad Fallingbostel und Schwarmstedt vorstellig“, so Polizeisprecher Olaf Rothardt. „Wie in den bisherigen Überprüfungen auch, ebnete die Polizei mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei den Weg für eine geschützte Kontrollmaßnahme.“

Ein kleiner Einsatzstab, bestehend aus Vertretern verschiedenster Behörden, koordinierte den Einsatz aus einem Lagezentrum am Sitz der Polizeiinspektion in Soltau heraus. Die Maßnahmen waren gegen 0.30 Uhr beendet. „Polizeilich sind - außer einer Person, die zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben war - bei den Überprüfungen keine Feststellungen getroffen worden“, so Rothardt. „Die Netzwerkpartner meldeten Verstöße gegen die Spielverordnung, den Glücksspielstaatsvertrag, Steuerverstöße und Feststellungen hinsichtlich unzulässiger Kassenführung.“ Bereits am Donnerstagnachmittag, gegen 15.30 Uhr, überprüfte das „Räderwerk“ einen Autohändler in Bad Fallingbostel inklusive der Wohnanschrift und eines Firmenablegers in Visselhövede. Die eingesetzten Kräfte beschlagnahmten ein Auto und Schmuck. „Weitere Ermittlungen durch das zuständige Fachkommissariat des Zentralen Kriminaldienstes folgen“, kündigte Rothardt an.

„Räderwerk“ steht für einen Zusammenschluss verschiedenster Behörden und Entscheidungsträger im Heidekreis, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, in einem ganzheitlichen Bekämpfungsansatz eng vernetzt neben der Rockerkriminalität ebenso gegen kriminelle Familienstrukturen konsequent vorzugehen. „Die Kooperationspartner wollen diesem Phänomen, das unter anderem durch Ablehnung bestehender Normen und Gesetze sowie kriminelles Verhalten gekennzeichnet ist, offen und entschlossen bei niedriger Einschreitschwelle entgegentreten“, so Polizeisprecher Rothardt.

Logo