„Räderwerk“: Großaufgebot im Einsatz

125 Kräfte von Polizei, Zoll, Landkreis und Städten überprüften in Bispingen, Munster, Soltau, Bad Fallingbostel und Walsrode unter anderem Gaststätten, Spielhallen, Unternehmen und Autohändler

„Räderwerk“: Großaufgebot im Einsatz

Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften wurden im Zuge des Projekts „Räderwerk“ am gestrigen Mittwoch in der Zeit zwischen 15.15 Uhr und 21.45 Uhr im gesamten Landkreis insgesamt 18 Objekte kontrolliert. Rund 125 Einsatzkräfte von Polizei, Zoll, Landkreis und Städten überprüften laut Polizeibericht in den Ortschaften Bispingen, Munster, Soltau, Bad Fallingbostel und Walsrode unter anderem Gaststätten, Spielhallen, Unternehmen, Autohändler, eine Raststätte und Shisha-Bars insbesondere nach zollrechtlichen und baurechtlichen Vorgaben.

„Nach bewährter Vorgehensweise ebnete die Polizei des Heidekreises mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei im Rahmen der Amtshilfe den Weg für eine geschützte Kontrollatmosphäre“, so ein Polizeisprecher.

Die Ermittler stellten zahlreiche Rechtsverstöße im Ordnungswidrigkeiten- und Strafbereich fest (Sofortmelde-, Mindestlohn- und Arbeitszeitaufzeichnungspflichtverstöße). Außerdem wurden in drei Fällen Verfahren wegen des Verdachts der Ausbeutung von ausländische Arbeitskräften (Lohn-Wucher) eingeleitet. Darüber hinaus gab es Verstöße bau- und lebensmittelrechtlicher Art sowie gegen das Niedersächsische Glücksspielgesetz, das Tabakgesetz und das Waffengesetz.

Die Auswertung der gewonnenen Erkenntnisse dauert an. „Räderwerk“ steht für einen Zusammenschluss verschiedenster Behörden und Entscheidungsträger im Heidekreis, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, in einem ganzheitlichen Bekämpfungsansatz eng vernetzt neben der Rockerkriminalität ebenso gegen kriminelle Familienstrukturen und organisiertes Verbrechen konsequent vorzugehen. Die Kooperationspartner wollen diesem Phänomen, das unter anderem durch Ablehnung bestehender Normen und Gesetze sowie kriminelles Verhalten gekennzeichnet ist, „offen und entschlossen bei niedriger Einschreitschwelle entgegentreten.“

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