Aktuell sind mehrere Reparaturzüge in ganz Niedersachsen unterwegs. So auch im Geschäftsbereich Verden der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und damit in den Landkreisen Verden, Celle, Rotenburg und Heidekreis.
In einem Zeitraum von mehreren Wochen finden die „partiellen Oberflächenbehandlungen“ an den Straßen statt, um kleinere Schäden, wie etwa Risse in der Fahrbahndecke, auszubessern. Als „partielle Oberflächenbehandlung“ wird die Instandhaltung von punktuellen Bereichen einer bereits bestehenden Fahrbahndecke bezeichnet. Auf kleinflächig auftretende Schadpunkte wird in einem Arbeitsgang Bindemittel aufgetragen, das wiederum mit grober Gesteinskörnung abgedeckt und anschließend angewalzt wird.
„Diese Methode bringt gleich mehrere Vorteile mit sich: Dank moderner Maschinen werden die hochwertigen Baustoffe gezielt und somit sowohl ressourcenschonend als auch wirtschaftlich eingesetzt. Mithilfe dieser Methode wird die Nutzungsdauer der Straße, bevor sie umfänglich erneuert werden muss – was oft mit einer Vollsperrung einhergeht – erheblich verlängert. Die Straße ist kurzzeitig nach Durchführung der Sanierung wieder befahrbar“, heißt es in einer Mitteilung der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Verden. Für etwa ein bis zwei Wochen müsse jedoch die erlaubte Höchstgeschwindigkeit herabgesetzt werden. „Dies hat bautechnische Gründe: Der Splitt muss sich in die angespritzte Bitumenemulsion durch den Verkehr einfahren und verzahnen. Damit die Fahrzeuge den Splitt nicht wieder herausreißen, wird die zulässige Fahrgeschwindigkeit auf 40 oder 30 Kilometer pro Stunde beschränkt“, teilt die Behörde weiter mit.
Im Landkreis Heidekreis wird der Reparaturzug in Kürze die Bundesstraßen 209 bei Groß Eilsdorf und Kirchboitzen sowie 440 bei Dorfmark bearbeiten. Partiell auszubessernde Landesstraßen wie die 171, 211, 190, 157, 159 sowie 161 werden folgen.
Im Landkreis Rotenburg sind aktuell zwei Reparaturzüge im Einsatz, so etwa auf der L 130 bei Scheeßel, Helvesiek und Hamersen. Die Fahrbahnen der Bundesstraßen 71, 75 und 215 werden ebenfalls über mehrere Kilometer punktuell mit der Methode ausgebessert.
Im Landkreis Verden werden gleich mehrere Bereiche auf der B 215 ausgebessert, unter anderem auf auf Höhe der Anschlussstelle Verden-Nord sowie die Landesstraße 167 zwischen Achim und Oyten.
Ausgebessert werden zudem Stellen im Landkreis Celle auf der B 191 bei Altenhagen und auf der B 214 bei Ovelgönne sowie Teile der Landesstraßen 180, 240 und 283.
Bei der Durchführung dieser Oberflächenbehandlung werden die örtlichen Straßenmeistereien von extern beauftragten Firmen mit ihren Geräten unterstützt. Nach Abschluss der Maßnahme und dem Abfegen der verbleibenden Gesteinskörnung wird die Geschwindigkeitsbeschränkung durch die Firmen wieder abgebaut. Die Rollsplittschilder bleiben noch einige Tage länger stehen, bis sichergestellt ist, dass sich kein Material mehr löst. Diese werden dann durch die jeweils zuständige Straßenmeisterei abgebaut.