Linkspartei stellt Kahtrin Otte auf

Mitglieder des Wahlkreises Rotenburg I - Heidekreis wählen Direktkandidatin zur Bundestagswahl

Linkspartei stellt Kahtrin Otte auf

Die Mitglieder des Wahlkreises Rotenburg I - Heidekreis haben per Briefwahl ihre Direktkandidatin zur Bundestagswahl gewählt: Kathrin Otte aus Amelinghausen tritt im September für Die Linke an. Sie möchte neue Maßstäbe in der Daseinsfürsorge, insbesondere in der Gesundheitspolitik, setzen.

Otte ist seit 2019 Mitglied des Landesvorstandes der Linkspartei in Niedersachsen. Einer ihrer Themenschwerpunkte ist der Schutz der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger vor umweltschädlichen Einflüssen. Im Zuge dessen ist sie seit vielen Jahren scharfe Kritikerin von Technologien wie beispielsweise Fracking und dem Mittel Glyphosat. Otte ist eine Mitbegründerin und Vorsitzende von Genuk e.V., dem Gemeinnützigen-Netzwerk für UmweltKranke.

„Ich bin 2017 in Die Linke eingetreten, nachdem ich trotz aktivster Mitwirkung bei der Aufdeckung der hohen Krebsraten im Landkreis Rotenburg und Nienburg miterleben musste, wie die Landesregierung die Aufklärung verschleppt hat.“ Die 60jährige Personalberaterin hatte vor kurzem einen Protest vor dem Landtag gegen den Erlass der Förderabgabe an die Öl- und Gasindustrie initiiert. Seit 2013 trat Otte sowohl im Heidekreis als auch in Rotenburg mehrfach auf Podien auf, um sich für den Gesundheitsschutz in dieser Region einzusetzen.

„Anhand der Klima- wie der Coronakrise ist ein klares Muster deutlich geworden: Wenige Konzerne gewinnen, die Masse der Menschen trägt - meist ungeschützt - die Folgekosten. Die Menschen fühlen Angst und Ohnmacht. Dabei können wir das demokratisch ändern: eine Politik der Daseinsfürsorge ist machbar, denn Geld ist genug da, auch für einen vernünftigen Umbau der erdölbasierten Industrien, bis hin zu einer nachhaltigen Landwirtschaft, ohne dass die Beschäftigten, Bäuerinnen und Bauern, Bürgerinnen und Bürger daran finanzielle Nachteile erleiden. Die Schuldenbremse muss aus Bundes- und Landesverfassungen verschwinden, denn sie ist eine wirtschaftspolitisch unsinnige Investitionshemmung und sorgt unter anderem für den Abbau von Infrastrukturen“, so Otte.

Allein im Gesundheitsbereich stellen sich weitere Themen für sie im politischen Alltag. Darunter die Arbeitsbedingungen im Gesundheits- und Pflegebereich, aber eben auch die ambulante wie stationäre Gesundheitsversorgung in ländlichen Räumen bis hin zu einer etablierten Gesundheitsprävention.

Die öffentliche Daseinsfürsorge sei seit den 80er Jahren zunehmend dem Markt überlassen worden: „Das Leiden an der Pflegemisere - sowohl auf Seiten der Beschäftigten sowie der pflegenden Angehörigen, als auch auf der zu Pflegenden - beweist, dass diese Vermarktung des Gesundheitssektors fatale Auswirkungen hat. Ambulante wie stationäre Gesundheitsversorgung kann nur als sozialstaatliche Einrichtung ein Gewinn für die Menschen sein. Als demokratische Sozialistin halte ich das finanzielle Ausbluten der Kommunen und der Versorgungssysteme einerseits und die Gewinnmargen von privaten Pflege- und Krankenhausbetreibern auf Kosten der Versorgungsqualität wie -sicherheit für unerträglich und das Modell des Ausverkaufs öffentlichen Eigentums für historisch gescheitert. Die Rekommunalisierung und eine solidarische Gesundheits- und Pflegeversicherung, flankiert von einer Millionärsbesteuerung, können unser aller Leben erheblich verbessern - auch in den Bereichen Bildung, der verschleppten Digitalisierung in beiden Landkreise, öffentlicher Wohnungsbau, Rente und vielem mehr“, so Otte abschließend.

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