Schuleingangsuntersuchungen im Heidekreis wieder aufgenommen

Chefarzt Dr. Michael Abend: Rund 680 Kinder müssen noch untersucht werden

Schuleingangsuntersuchungen im Heidekreis wieder aufgenommen

Um den Gesundheits- und Entwicklungsstand eines jeden Kindes im Schulalter zu erfassen und wenn nötig Behandlungs- und Fördermöglichkeiten zu nutzen, werden in Niedersachsen gesetzlich vorgeschriebene Schuleingangsuntersuchungen durchgeführt. Diese Untersuchungen werden von Ärztinnen und Ärzten der Finkelstein-Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Heidekreis-Klinikums Walsrode in enger Kooperation mit dem Gesundheitsamt vorgenommen. Wegen der Coronakrise wurden diese Untersuchungen am 20. März diesen Jahres ausgesetzt. Nun, seit Anfang Mai, erfolgen die Schuleingangsuntersuchungen wieder. Rund 680 Kinder müssen noch untersucht werden. Dazu Dr. Michael Abend, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin am Heidekreis-Klinikum: „Alle Kinder werden nun in Walsrode im Gesundheitszentrum in der Saarstraße 16 untersucht. Dort können wir die Hygieneregeln umsetzen - und Eltern und Kinder werden nicht in das Krankenhausgeschehen, wo es immer noch ein Besuchsverbot gibt, gebracht. Wir setzen jetzt alles daran, dass wir bis Mitte Juli alle Kinder, die noch ein Schuleingangsuntersuchung benötigen, untersucht haben.“

Wie erfahren Eltern von dem Termin zur Schuleingangsuntersuchung? Alle Eltern bekommen per Post eine persönliche Einladung mit Termin zugeschickt beziehungsweise werden telefonisch informiert. Falls Eltern keine Einladung bekommen haben, obwohl aus ihrem Schulbezirk andere Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigte eine erhalten haben, wird um eine kurze, telefonische Meldung unter (0 51 61) 6021431 (Sekretariat Dr. Abend) gebeten. „Wir nehmen dann telefonisch zur Terminvergabe Kontakt auf, so Abend.

Der Chefarzt informiert zudem darüber, welche Hygienemaßnahmen in Zeiten von Covid-19 gelten: „Eltern und Kinder desinfizieren sich ihre Hände am Eingang des Gesundheitszentrums. Jedes Kind darf nur von einer erwachsenen Person, die einen Mundschutz trägt, begleitet werden. Ist ein Kind an seinem Untersuchungstermin akut erkrankt oder leidet an einer Immunschwäche, rufen die Eltern/Sorgeberechtigten bitte zuvor im Sekretariat der Finkelstein Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Heidekreis-Klinikum an. Auch die untersuchenden Ärztinnen beziehungsweise Ärzte tragen einen Mund- und Nasenschutz. Flächen und Dinge, mit denen die Kinder im Untersuchungsbereich in Kontakt kommen, werden grundsätzlich nach jeder Untersuchung desinfiziert.“

Zur Schuleingangsuntersuchung müssen grundsätzlich auch Unterlagen mitgebracht werden. Dazu Abend: „Es müssen Impfausweis beziehungsweise Impfbescheinigungen, das gelbe Vorsorgeheft, eventuelle Befunde oder Arztberichte und die Brille oder das Hörgerät, sofern benötigt, mitgebracht werden.“ Selbstverständlich müsse auch der von den Eltern auszufüllende Vorbereitungsbogen abgegeben werden.

Rund eine Stunde Zeit muss für die Untersuchung eingeplant werden, bei Zwillingen ist mit rund eineinhalb Stunden zu rechnen. Wichtig: Die Teilnahme an der Schuleingangsuntersuchung ist auch vorgeschrieben, wenn die Eltern die Einschulung ihres Kindes ins Folgejahr verschieben möchten. Eltern müssen entgegen den Aussagen einiger Schulsekretärinnen noch kurzfristig Termine beim Kinderarzt wahrnehmen, um beispielsweise die Sprachentwicklung zu untersuchen. Das vorhandene Vorsorgeheft und eventuell vorhandene Befunde genügen, um die Untersuchung durchzuführen.

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