Johanniter-Stauhelfer wieder unterwegs

Saisonstart der Motorradstaffel durch Coronakrise verzögert

Johanniter-Stauhelfer wieder unterwegs

Die Johanniter-Stauhelfer in Niedersachsen und Bremen sind wieder auf den Autobahnen unterwegs: Im Normalfall starten die Helfer auf zwei Rädern im März in die Saison - doch nicht in diesem Jahr. Der Grund: Corona (SARS CoV-2-Virus) und die umfangreichen Einschränkungen beruhend auf der „Niedersächsischen Verordnung über die Beschränkung sozialer Kontakte“.

„Die Corona-Pandemie hat den Start der Stauhelfer-Saison unmöglich gemacht. Zum einen blieben die vollen Straßen aus und zum anderen mussten die Ressourcen anders eingeteilt werden: Dazu gehörten besonders die ehrenamtlichen Einsatzkräfte, die beim möglichen Katastrophenfall für Einsätze an anderer Stelle zurückgehalten werden mussten,“ erklärt Thorsten Renken, Landeskoordinator Motorradstaffel/Stauhilfe bei der Johanniter-Unfall-Hilfe im Landesverband Niedersachsen/Bremen.

In der Mitteilung des Ortsverbands Aller-Leine der Johanniter-Unfall-Hilfe gehen die Helfer aus Schwarmstedt auf die veränderten Bedingungen durch die Coronakrise ein. So sei der Katastrophenfall zwar nicht eingetreten, Herausforderungen habe es dennoch zu bewältigen gegeben: „Es musste ein Hygienekonzept erarbeitet werden, das die Vorgaben aus der Politik berücksichtigt und die Fahrer und auch die Menschen, die in ihren Autos unterwegs sind, schützt und trotzdem die Arbeit nicht behindert“, so Renken. „Handschuhe und Visier sind aufgrund der Einsatzkleidung der Stauhelfer gegeben“. Informationen zu Abstandsregelungen, Verhalten in Notfällen und bei Corona-Verdachtsfällen sowie das fachgerechte Desinfizieren der Ausrüstung und Motorräder seien besprochen und die Beteiligten vor Ort informiert worden.

Auch die Johanniter-Stauhelfer des Ortsverbandes Aller-Leine sind regulär von März bis Oktober rein ehrenamtlich und überwiegend spendenfinanziert unterwegs. In dieser Zeit sind die Ehrenamtlichen auf zwei Motorrädern als Erstversorger im Einsatz. Zudem werden sie im Bevölkerungsschutz eingesetzt, etwa bei Unfallabsicherungen, der Bildung von Rettungsgassen und anderen Notlagen.

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