„Schwer beeindruckt“

Junge Medizinstudentinnen und -studenten im Heidekreis: Kooperationsprojekt „Landpartie“ ging in die nunmehr achte Runde

„Schwer beeindruckt“

In die nunmehr achte Runde ging trotz schwieriger Bedingungen in Corona-Zeiten das Kooperationsprojekt „Landpartie Heidekreis“, ein Projekt der Wirtschaftsförderung des Heidekreises mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und den akademischen Lehrpraxen im Landkreis. Durch das Projekt „Landpartie Heidekreis“ kommen Studentinnen und Studenten aus Hannover im Rahmen ihres 14tägigen Blockpraktikums Allgemeinmedizin in den Heidekreis. Während dieser Zeit lernen sie die Tätigkeit in einer Hausarztpraxis auf dem Land und dabei natürlich auch den Landkreis selbst kennen.

Die jungen Gäste werden von engagierten Hausärztinnen und Hausärzten ausgebildet. Diesmal nahmen Dr. Peter Rebhan und Dr. Fabian Riekenberg aus Soltau, Dr. Helmut Müller und Andrea Stendel aus Rethem und Dr. Irmani Obersteller und Egbert Rittner aus Neuenkirchen am Projekt teil. Die Organisation und Begleitung obliegt dabei der Wirtschaftsförderung des Heidekreises. Eigentlich wird den jungen Studentinnen und Studenten der Heidekreis und das „Leben auf dem Lande“ durch gemeinsame Besichtigungen und Ausflüge „schmackhaft gemacht“. Unternehmungen dieser Art mussten zuletzt natürlich coronabedingt ausfallen. Trotzdem ist die „Landpartie Heidekreis“ in Hannover auch in schwierigen Zeiten sehr gefragt. Anna Heinemann, Medizinstudentin und Teilnehmerin der achten „Landpartie“, erklärt, warum: „Ich habe mich für den Heidekreis entschieden, weil ich gern eine Landarztpraxis genauer sehen wollte. Meine Famulatur habe ich schon in einer Praxis in der Stadt absolviert und wollte nun noch einen anderen Eindruck von der hausärztlichen Tätigkeit gewinnen. Der Heidekreis hat mich landschaftlich am meisten angesprochen.“

Die „Landpartie Heidekreis“ steht dreimal im Jahr auf dem Programm. Im besten Fall beeinflussen die positiven Erfahrungen die spätere Wahl der Fachdisziplin und die Niederlassung im ländlichen Raum, hier speziell im Heidekreis. Dass diese Hoffnung nicht unbegründet ist, macht Anna Heinemann deutlich: „Der Heidekreis hat mich als Region schwer beeindruckt - und wenn ich mich später doch dazu entscheiden sollte, Hausärztin zu werden, würde ich dies nur auf dem Land tun, da mir die Tätigkeit so viel besser als in der Stadt gefallen hat.“ Ihre „Kollegin“ Charlotte Rupp ergänzt: „Ich kann mir sehr gut vorstellen, als Allgemeinmedizinerin zu arbeiten. Allerdings schwanke ich noch sehr zwischen dem Wunsch, Kinderärztin zu werden, oder eben in der Allgemeinmedizin tätig zu sein. Beides hat dann vor allem in der niedergelassenen Praxis seinen Reiz. Mal sehen, wohin mein Weg mich da beruflich führt.“

„Die Sicherung der medizinischen Versorgung im Heidekreis ist ein wichtiger Standortfaktor. Auch in der Zukunft müssen gut ausgebildete Medizinerinnen und Mediziner für alle erreichbar sein. Den Hausärztinnen und Hausärzten kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, sie sind erster und wichtigster Ansprechpartner für die Menschen vor Ort“, erläutert Landrat Manfred Ostermann das Engagement des Heidekreises.

Das Projekt zeigt bereits Erfolge: Die ersten Studentinnen und Studenten der „Landpartie“ haben ihre Ausbildung im Heidekreis fortgesetzt und können sich eine Zukunft im Heidekreis gut vorstellen. Die „Landpartie“ wird von weiteren Fördermaßnahmen der Wirtschaftsförderung des Heidekreises flankiert, die im besten Fall zu einer Niederlassung oder Anstellung einer Medizinerin oder eines Mediziners im Landkreis führen. Seit Beginn des Förderprogramms am 1. Januar 2019 wurden bereits 22 Niederlassungen beziehungsweise Anstellungen im Heidekreis durch die Wirtschaftsförderung unterstützt, was sich äußerst positiv auf die Altersstruktur der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte auswirkt und die medizinische Versorgung für die Zukunft sichert.

Wer Fragen rund um das Projekt „Landpartie Heidekreis“ hat und Informationen benötigt, kann sich gern an Anke von Fintel von der Fachgruppe Kreisentwicklung und Wirtschaft, Telefon (05191) 970643, E-Mail-Adresse anke.vonfintel@heidekreis.de, wenden.

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