Senioren können „Sicherheit erfahren“ | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Präventionsteam der PI Heidekreis bietet erstmals Themenradtouren an

Senioren können „Sicherheit erfahren“

„Verkehrsprävention trifft Kriminalprävention“ – unter diesem Leitgedanken geht das Präventionsteam der Polizeiinspektion (PI) Heidekreis neue Wege. Dies aber nur im übertragenden Sinne, denn bei dem neuen Angebot, das sich an Seniorinnen und Senioren aus dem Heidekreis richtet, wird in die Pedale getreten. Die clevere Idee: Interessierte erhalten im Rahmen einer geführten Fahrradtour hilfreiche Hinweise zu verschiedenen Themen. Das bringt Frauen und Männer der älteren Generation zusammen, trägt zur Fitness und Gesundheit bei und bietet dabei für die Beamtinnen und Beamten einen perfekten Rahmen, um quasi „in Echtzeit“ im Straßenverkehr wertvolle Tipps zu geben. Die erste Tour dieser Art für Interessierte ab 60 Jahren steht am 17. Juni in Schneverdingen auf dem Plan.

Seniorinnen und Senioren sind im Alltag verstärkt mit dem Pedelec unterwegs. Pedelec steht für Pedal Electric Cycle. Wie der Name erahnen lässt, bietet ein solches Zweirad der auf dem Sattel sitzenden Person nur dann kräftige Unterstützung durch einen Elektromotor, sobald der Radler oder die Radlerin in die Pedale tritt. Erfolgt diese Unterstützung bis 25 Kilometer pro Stunde, gelten Pedelecs als Fahrrad und sind nicht zulassungspflichtig. Nicht nur Nutzer mit manchmal „müden Knochen“ nutzen die moderne Technik gern, um mit den „aufgemotzten Drahteseln“ ohne große Anstrengungen von A nach B zu gelangen.

„Mit der steigenden Geschwindigkeit nehmen jedoch auch die Unfallzahlen sowie die Schwere der Verletzungen zu. Zusätzlich sorgen hohes Verkehrsaufkommen, unübersichtliche Verkehrsführungen oder Veränderungen im Verkehrsraum vielerorts zu Unsicherheiten“, heißt es in einer Mitteilung des Präventionsteam der PI Heidekreis.

Und genau deshalb wurden die geführten Radtouren ins Leben gerufen. Es werden gezielt Orte angesteuert, die für Radfahrerinnen und Radfahrer schwer einzuschätzen sind oder an denen es in der Vergangenheit bereits zu Verkehrsunfällen gekommen ist. Vor Ort werden unterschiedliche Verkehrssituationen erläutert und die geltenden Verkehrsregeln sowie angemessene Verhaltensweisen vermittelt. Neben Aspekten des Straßenverkehrs geben die Veranstalter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch wertvolle Hinweise zum Schutz vor Straftaten. Dabei geht es nicht nur um die Sicherung der oft sehr teuren Pedelecs, die bei Langfingern längst zu besonders begehrten Beutestücken zählen. Denn gerade ältere Menschen geraten häufig ins Visier von Betrügern, wie auch die immer wieder im Heide-Kurier veröffentlichten Polizeiberichte zeigen. Anhand praxisnaher Beispiele wird im Verlauf der Fahrradtour aufgezeigt, wie man sich vor Betrug, Trickdiebstählen oder Haus- und Wohnungseinbrüchen schützen kann.

„Unser Ziel ist es, mit diesem Projekt das Sicherheitsgefühl dieser Altersgruppe deutlich zu stärken und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für potentielle Gefahren zu sensibilisieren, um sie schlussendlich bestmöglich vor Unfällen beziehungsweise Straftaten schützen zu können“, erläutert Kriminalhauptkommissarin Kathleen Schwarz vom Präventionsteam der PI Heidekreis.

Die erste der geführten Themenfahrradtouren findet am 17. Juni in Schneverdingen statt. Während Organisatorin Schwarz vom Präventionsteam fachkundig rund um Themen wie Betrug, Trickdiebstahl und Wohnungseinbruch informiert, stehen Frank Rohleder von der Verkehrswacht Heidekreis sowie die Leiterin der Polizeistation Schneverdingen, Karen Stockhausen, zur Beantwortung von Fragen rund um den Straßenverkehr und örtliche Besonderheiten zur Verfügung. Unterstützt wird die Aktion vom Stadtpräventionsrat Schneverdingen. Die Tour beginnt um 10 Uhr an der Polizeidienststelle in der Heideblütenstadt und umfasst etwa zehn Kilometer bei einer Gesamtdauer von rund drei Stunden. „Voraussetzung ist das Mitführen eines verkehrssicheren Fahrrades und das Tragen eines Fahrradhelmes“, heißt es in der Einladung. Die Teilnahme ist kostenlos, die Anzahl der Mitradelnden auf zwölf Personen begrenzt. Anmeldungen sind bis spätestens zum 14. Juni über die E-Mail-Adresse praevention@pi-hk.polizei.niedersachsen.de möglich. Für telefonische Anmeldungen oder die Beantwortung weiterer Fragen steht Kathleen Schwarz unter Ruf (05191) 9380108 zur Verfügung. Sie macht schon jetzt deutlich: „Weitere Veranstaltungen dieser Art in verschiedenen Städten im Heidekreis befinden sich bereits in Vorbereitung.“